Vokalensemble
 
„HERZENSDAMEN“ - Ein Frauenensemble singt Lieder des Mittelalters? Aber damals hatten die Frauen doch nichts zu melden, oder? Laut der Ensembleleiterin Alison Gould, die selber einen internationalen Ruf als Solointerpretin der Alten Musik und für ihre Forschung der Frauenmusik dieser Zeit erworben hat, stimmt dieses ganz und gar nicht. Entgegen der landläufigen Meinung waren Frauen in fast jedem Beruf, außer Waffenschmied und -Händler, vertreten. Sie musizierten in der Öffentlichkeit und waren Mitglieder in Musiker- und anderen Zünften.
 
„Der Alltag im Mittelalter war härter und derber, als wir uns heute überhaupt vorstellen können“, sagt Alison. „Die Extreme der Brutalität und der Schönheit, eigentlich das ganze Spektrum der menschlichen Gefühle, finden ihren Ausdruck in den Liedern. Liebeslieder, aber auch fluchende Gesänge der Frauen von damals, die eine bittere Erfahrung machen mussten, dass Ritter gar nicht so gut und edel sind, zeigen einerseits die Fremdartigkeit der Kultur von damals, aber auch die Parallelen menschlicher Empfindungen. Die wenigsten Menschen erreichten das Erwachsenenalter: ein Mensch wie Hildegard von Bingen, die im Alter von 81 Jahren starb, war eine große Ausnahme ihrer Zeit. Andere Lieder gehen von einem tief empfundenen Sinn der Schöpfung als einer komponierten musikalischen Einheit aus, holen durch geschickte Ausnutzung der Obertöne ein Stück Himmel herunter und drucken damit die Verbundenheit der inneren Harmonie der Menschen mit der kosmischen Harmonie aus.  

Seit der Entstehung in 1999 hat das Ensemble ein breites Publikum begeistert, schon in einer Fernseh- und Rundfunksendung beim SWR mitgewirkt, und solche Presse Reaktionen erzeugt wie: Mit ihren Glockreinen Stimmen und authentischen Kostümen brachten sie die musikalische und authentischen Kostümen brachten sie die musikalische und visuelle Vergangenheit für die Gäste zurück.“  „Tosender Applaus zum Ende des Konzerts.“ (Rhein-Main Presse, Main-Spitze)


 

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