Kooperative Methoden von Medizin und Spiritualität

Internationaler Kongress für PsychoMedizin am 11./12. Oktober in Bonn

 

Psychisch krank oder nur sensibel? Ob Angst, Depressionen, Borderline oder Schizophrenie - das materialistisch-mechanistische Weltbild in der deutschen Medizin verleugnet heute noch immer weitest gehend einen Zusammenhang zwischen dem materiellen menschlichen Körper und einer nicht materiellen Psyche. Der erste internationale Kongress auf deutschem Boden für PsychoMedizin am 11. und 12. Oktober in Bonn möchte die Bindungen zwischen Materie, Geist, Leben und Psyche neu definieren.

In den vergangenen Jahrzehnten hat eine Reihe von Forschern weltweit, vor allem in Brasilien, Neuland betreten und psychische Störungen unter Einbeziehung des spirituellen Faktors und des Phänomens der Fremdbeeinflussung mit wissenschaftlichen Methoden untersucht. Durch die Einbeziehung des Spirituellen in Wissenschaft, Forschung und Praxis konnten neue Konzepte in der Behandlung psychischer Störungen entstehen. Mit schon erstaunlichen Erfolgen, selbst dort, wo die Schulmedizin sich am Ende wähnte.

Einige Experten aus dieser hochkarätigen jüngeren südamerikanischen Forschergeneration sprechen bei dem Kongress in der Andreas-Hermes-Akademie in Bonn-Röttgen über diesen Themen: Frau Dr. med. Marlene Nobre („Die integrale Vision des Seins: Ein neues Paradigma für die Gesundheit im 21. Jahrhundert“, „Obsessionen und psychologische Pathologien: Einordnung und Therapie“), Dr. med. Decio Iandoli jr. („Die Zirbeldrüse: Neue Erkenntnisse über ihre Funktionen“, „Von der Seele zum physischen Körper: der Krankheitsmechanismus“), Dr. Julio Peres („Spiritualität und Widerstandskraft bei von Trauma Betroffenen: Beiträge des Spiritismus“), Dr. med. Roberto Lúcio Vieira de Souza („Schizophrenie und spirituelle Störungen - Wie sie zu verstehen sind und sich behandeln lassen“) und Dr. med. Ph.D. Alexander Moreira Almeida („Spiritualität und Gesundheit: Revision der vorhandenen Evidenz“).

Fünf Referenten aus Deutschland vervollständigen das Referenten-Team bei diesem außergewöhnlichen Fachkongress, der sich an interessierte Ärzte, Therapeuten, an im Gesundheits- und Pflegedienst Tätige wie auch an alle interessierten Laien wendet: Prof. Dr. Joachim F. Hornung („Spirituelle Aspekte der Organtransplantation“), Dr. phil. Eberhard Kretzschmar („Soma und Psyche: Heilwerdung der Seele - ohne Gott?“), Dr. med. Roland Brück („Spirit und Simillimum - Parallelen der Systeme des Spiritismus und der Arzneitherapie nach dem Ähnlichkeitsprinzip“), Dr. med. Dorothea Fuckert („Kombinierte Psychotherapie und klassische Homöopathie“) und Dagobert Göbel („Das Biologische Organisationsmodell BOM - die Wirkung von Psyche auf Soma unter psycho- biophysischer Sicht“).

Dr. med. Marlene Nobre Dr. Julio Peres Dr. med. Ph.D. Alexander M. Almeida Dagobert Göbel

Der erste deutsche Kongress für Psycho Medizin bietet Gelegenheit, so Dagobert Göbel vom Veranstalter ALKASTAR e.V., „Erkenntnisse und Erfahrungen aus Theorie und Praxis kennen zu lernen und mit Forschern und Therapeuten aus Brasilien und Deutschland ins Gespräch zu kommen“.
So leistet der Kongress in Bonn sicher einiges an wertvoller Aufklärungsarbeit, auch wenn das eine oder andere Thema (noch) nicht so ganz in unser westliches Weltbild „passen“ mag. Getreu dem Hinweis des Nobelpreisträgers Werner Heisenberg: „Wenn wirkliches Neuland betreten wird, kann es vorkommen, dass nicht nur neue Inhalte aufzustellen sind, sondern dass auch die Struktur des Denkens sich ändern muss, wenn man das Neue verstehen will“. Die Kongressgebühr von nur 100 Euro für die beiden Tage erscheint bei dem informativen Gegenwert vergleichsweise gering.

Info: ALKASTAR e.V., www.kongress.psychomedizin.com , Tel. 05551-9149502, info@psychomedizin.com