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Sanfte Heilung über die Wirbelsäule Gesundheitshilfe für den Rücken durch die Methoden nach Dorn und Breuß von Elisabeth Wieckowski Als Grenzenlos-Autorin Elisabeth Wieckowski vor fünf Jahren begann, Facial Harmony-Behandlungen (siehe Grenzenlos 1/2002: „Facial Harmony - Sanfter Weg zu äußerer und innerer Schönheit“) zu geben, war sie erstaunt darüber, wie viele ihrer Klienten über Rücken- und Gelenkbeschwerden klagten. Zwar brachte die Facial Harmony-Behandlung an Kopf, Hals und Nacken oft Erleichterung, doch sie wusste: es muss noch andere Möglichkeiten geben, Fehlhaltungen und damit einher gehende Beinlängendifferenz, Beckenschiefstand und Wirbelverschiebungen auf sanfte Weise auszugleichen. So wie Facial Harmony das im Kopfbereich erfüllt. Von der „Methode Dorn“ hatte Elisabeth Wieckowski schon gehört und so war sie „neugierig darauf, sich näher damit zu befassen“. Sie absolvierte eine Ausbildung und beschreibt uns heute diese ganzheitliche Therapieform: Dieter Dorn, ein Sägewerksbesitzer und Landwirt aus dem schwäbisch-bayrischen Allgäu wurde eines Tages - vor etwa 25 Jahren - von einem schweren Hexenschuss erwischt und konnte seiner Tätigkeit nicht mehr nachgehen. Da erinnerte er sich, dass ganz in seiner Nähe ein alter Bauer solche Beschwerden auf sanfte Art und Weise sehr oft schmerzlos und rasch heilte. Er suchte ihn auf und war nach einigen Handgriffen beschwerdefrei. Verblüfft und überrascht fragte er den alten Mann, ob er diese Art des be“handelns“ lernen könne. Der alte Bauer meinte, dass jeder, so auch er die Fähigkeit hätte, auf diese Art zu helfen. Er zeigte ihm einmal die Grundgriffe, bevor er wenige Monate später verstarb. Dieter Dorn begann damit, sich mit der Anatomie des Menschen, Aufbau und Funktion der Wirbelsäule und der Arbeit der Gelenke zu befassen. Die heute bekannte „Dorn-Methode“ wurde geboren. Dieter Dorns erste Klientin war seine Frau, die seit vielen Jahren unter schweren Kopfschmerzen litt. Ihre Beschwerden verschwanden nach der Behandlung ebenso rasch wie damals sein Hexenschuss. Dieser Erfolg blieb natürlich nicht im Verborgenen. Er selbst begann, Nachbarn, Freunde, Kollegen, Kunden mit dieser selbst erlernten sensitiven Art erfolgreich zu behandeln und entschloss sich dann, sein Wissen in Seminaren weiterzugeben.
Der Bewegungsapparat des Menschen umfasst Knochen, Gelenke, Sehnen, Muskeln und Bindegewebe und ist das größte Organsystem in unserem Körper. In diesem Bewegungsapparat spielt die Wirbelsäule eine zentrale Rolle als Stützorgan des Körpers und Schutzhülle für das Rückenmark. Von ihr gehen alle Nerven aus, die unsere Arme und Beine und auch die inneren Organe mit dem Gehirn verbinden. Pro Wirbel verlassen zwei Nervenstränge die Wirbelsäule, die sich wie Zweige eines Baumes immer weiter verästeln und so dafür sorgen, dass alle Teile des Körpers mit dem Gehirn kommunizieren können.
Eine wirkungsvolle Unterstützung der Methode Dorn ist die Bandscheibenregeneration nach Breuss. Sie wurde von dem Österreicher Rudolf Breuß (1899-1990) entwickelt. Es handelt sich um eine feinfühlige, energetisch-manuelle Rückenmassage, die sanft seelische und körperliche Verspannungen lösen kann. Rudolf Breuß war ein Naturheilkundiger und Volksmediziner mit sehr viel Erfahrung. Breuß war der Meinung, dass bei den meisten Menschen mit Bandscheibenschäden und sonstigen Rückenproblemen eine Regeneration der Bandscheiben möglich ist. Sein Ansatz war, dass es keine „verbrauchten“ beziehungsweise „abgenutzten“ sondern lediglich „degenerierte“ Bandscheiben gibt. Jedes Gewebe unseres Körpers, das aus vielen einzelnen Zellen besteht, unterliegt einem ständigen Ab- und Aufbau, so auch die Knochen und Bandscheiben. Wenn nun aus verschiedenen Gründen der Aufbau langsamer vor sich geht als der Abbau, so kann aus diesem Ungleichgewicht heraus die Bandscheibe oder der Faserring spröde werden, was auf Dauer zu diversen Rückenproblemen führt.
Breuß benutzte folgenden Vergleich: Wenn man auf einen Schwamm ein 50-Kilo-Gewicht legt, ist dieser nach einigen Wochen nur noch eine dünne Platte. Legt man ihn jedoch wieder ins Wasser, dann kann der Schwamm sich wieder bis zu seiner ursprünglichen Größe auffüllen. So kann das auch unsere Bandscheibe. Mit wärmendem Johanneskrautöl oder mit einer anderen tiefenwirksamen Ölmischung wird die Wirbelsäule durch sanfte Massage am Kreuzbein entspannt und leicht gestreckt. Verspannungen und Verkantungen können in diesem Bereich gelöst und korrigiert werden. Durch sanfte Dehnung werden die Zwischenwirbelscheiben „belüftet“ und das Öl zur Regeneration von Nervensträngen und unterversorgten Bandscheiben einmassiert. Auch kleine Fehlstellungen der Wirbel können dabei sanft und schmerzfrei behoben werden. Zum Abschluss wird der Rücken mit einem Seidenpapier zum Magnetisieren und einem Tuch zugedeckt und energetisch ausgeglichen. Durch diese Behandlung wird die Wirbelsäule gestärkt und gestaute Energie kann wieder ins Fließen gebracht werden. Da sich die wichtigsten Nervenstränge und auch Meridiane im Bereich der Wirbelsäule befinden, ist diese Anwendung für eine gesunde Wirbelsäule, zur allgemeinen Entspannung, Regeneration und ganzheitlichen Vorsorge geradezu ideal.
Inzwischen habe auch ich mich weitergebildet in der Dorn- und Breuss Anwendung und biete in meiner Praxis u.a. auch eine zweistündige „Rundumerneuerung von Fuß bis Kopf“ an: Dorn-Behandlung, Breuss Massage und Facial Harmony. Eine Klientin, die ich wegen Narbenbildung im Gesicht nach einem Autounfall schon seit längerer Zeit betreue, kam wegen Nackensteife zu einer Dorn-Breuss-Anwendung zu mir. Obwohl der Unfall schon einige Jahre zurücklag, waren der erste und der siebte Halswirbel immer noch leicht seitlich verschoben und nicht waagerecht. Am Ende der Sitzung konnte sie den Kopf schon etwas weiter drehen als zuvor, noch nicht optimal, aber wir arbeiten weiter daran. Das Schöne an der Dorn-Behandlung sind die Selbsthilfeübungen, mit der jede/r zu Hause den Heilungsprozess unterstützen kann. „Wunder dauern etwas länger“ (siehe Literaturhinweise), aber sie sind machbar! Jede Zelle unseres Körpers hat ein eigenes „Bewusstsein“. Alles was wir erleben wird im gesamten „Zellgedächtnis“ gespeichert. Und jede Zelle ist auch in der Lage, sich zu regenerieren und zu erneuern, selbst die Zellen unseres Bewegungsapparates. Wir sind nicht festgelegt auf diagnostizierte „Degenerationen“. Es liegt an uns selbst, das Geschenk der Erneuerung und der Hilfe zur Selbsthilfe anzunehmen. Literaturhinweise: Harald Fleig, „Heilen“ über die
Wirbelsäule nach Dorn und Breuß, Fleig-Verlag;
Fotos: Wolfgang Händl, München |
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