Allergien (Teil 1)
von Henning Müller-Burzler Immer mehr Menschen leiden unter Allergien. Nicht nur Babys und Kinder sind betroffen, sondern auch Erwachsene in allen Altersstufen gehören zum stetig wachsenden Kreis der Allergiker. Nach dem Umweltrat in Berlin soll es bereits 24 bis 32 Millionen Allergiker in Deutschland geben. Ich persönlich bin sogar davon überzeugt, dass mittlerweile über zwei Drittel aller Bundesbürger, also mehr als 50 Millionen Deutsche eine oder mehr Allergien haben. Will man dieser Situation Herr werden, müssen die Ursachen, die zu dieser Entwicklung geführt haben, erkannt und beseitigt werden. Aufgrund jahrelanger Erfahrung mit über 1000 Allergikern wissen wir, dass mindestens 98 % aller Allergien durch umweltschädliche Faktoren beziehungsweise durch Ablagerungen von giftigen Chemikalien und Schwermetallen im Körper verursacht werden. Psyche und Allergien Neben den umweltbedingten Allergien gibt es zwar auch noch einige andere körperliche, seelische und ernährungsbedingte Möglichkeiten Allergien zu bekommen, jedoch spielen diese bei der Allergieentstehung meistens nur eine sekundäre Rolle. Man bedenke, dass Allergien vor allem in den letzten beiden Jahrzehnten zu einer Massenerscheinung in den Industrienationen geworden sind und dass es in diesen Ländern heute kaum noch einen Menschen gibt, der nicht bereits ein durch lebensfeindliche Umweltfaktoren belastetes oder geschwächtes Immunsystem aufweist. Somit können psychische Faktoren, wie Stress, Ängste, Aversionen oder Antipathien, zwar an der Entstehung von Allergien beteiligt sein und auch zu einer vorübergehenden Verstärkung der allergischen Reaktionen führen, die primären Ursachen stellen sie hingegen nur äußerst selten dar. Wäre der Körper nicht bereits durch die abgelagerten Umweltgifte oder chemischen Medikamente geschwächt, würde er auf derartige seelischen Belastungen wenn überhaupt, dann nur in abgeschwächter Form mit allergischen Symptomen reagieren! Sind Allergien vererbbar? Die aus schulmedizinischen Kreisen stammende Behauptung, dass Allergien vererbbar sind, kann insofern eindeutig widerlegt werden, da alle Allergien heilbar sind. Allergien werden somit immer im Leben erworben, sogar die der Babys. Echte Erbkrankheiten sind hingegen gar nicht oder nur sehr schwer heilbar. Das einzige, was hingegen seit Jahrtausenden von einer Generation zur nächsten vererbt wird, sind die genetisch bedingten Schwachstellen (Krankheitsanlagen) des Körpers, die leichter als andere Körperbereiche erkranken und an denen sich die allergischen Reaktionen letztendlich äußern können. Zu diesen Schwachstellen kann natürlich auch das Immunsystem selbst gehören, so dass diese Menschen dann eher zu Allergien neigen oder eine immunologische Erkrankung bekommen als andere. Wie entstehen Allergien? Der wahre Grund für die rasante Zunahme von Allergien sind also die vielen verschiedenen Umweltgifte und die lebensfeindlichen Strahlungen (Mobilfunk, UV-Strahlung etc.), die unser Immunsystem derart schwächen können, dass es immer häufiger nicht mehr in der Lage ist, alle körperfremden oder giftigen Substanzen (Antigene), die wir über die Atemluft und den Verdauungstrakt aufnehmen, mit der normalen Immunabwehr zu vernichten. Es ist dann gezwungen, zu einer Notlösung zu greifen, und bildet vermehrt Abwehrkörper, sogenannte Antikörper, die sich dann an die Antigene ankoppeln und diese so unschädlich machen. Findet beim nächsten Kontakt mit einem Antigen eine überschießende Antikörperbildung statt, spricht man von einer Allergie. Die überschießende Bildung von Antikörpern geschieht dabei aus Sicherheitsgründen, denn der Körper weiß ja nicht, wie viele von den zu neutralisierenden Substanzen im Blut ankommen werden. Die allergischen Symptome selbst werden dann vor allem vom gleichzeitig ausgeschütteten Hormon Histamin und von bestimmten Prostaglandinen (hormonähnliche Substanzen) ausgelöst. Die häufigsten Allergiesymptome Der Dreh- und Angelpunkt aller Allergien ist das Blut. Die allergischen Reaktionen finden hingegen immer an den genetisch bedingten Schwachstellen, den sogenannten allergischen Reaktionsorten statt, die jeder Mensch von seinen Eltern vererbt bekommt und die immer erst dann in Erscheinung treten, wenn Allergien vorhanden sind. Jeder Mensch hat also in der Regel einen oder mehrere allergische Reaktionsorte vererbt bekommen, die je nach der körperlichen oder seelischen Verfassung aktiviert werden. Das ist der Grund, warum viele Allergiker mit einer Vielzahl von Symptomen zu kämpfen haben, wohingegen manch anderer nicht weniger starke Allergiker keine oder kaum Beschwerden aufweist. Zu den bekanntesten allergischen Reaktionen gehören zweifelsohne Neurodermitis, Kontaktallergien, Heuschnupfen und Asthma. Die allergischen Reaktionsorte sind dabei die Haut, die Schleimhäute der Nase und Augen sowie der Bronchien und Bronchiolen (das sind die kleinsten Atemwegsäste direkt vor den Lungenbläschen). Darüber hinaus gibt es jedoch noch eine Menge weiterer allergische Reaktionsmöglichkeiten, die zum Teil völlig unbekannt sind (Darüber lesen Sie mehr in der Grenzenlos März-Ausgabe: "Das unerkannte Allergie-Syndrom"). Besonders Kinder sind häufig von der allergisch bedingten Hyperaktivität betroffen. Die allergischen Reaktionsorte sind hierbei der Nervus sympathicus und bestimmte Gehirnbereiche. Aber auch eine permanente Müdigkeit, Kopfschmerzen und Migräne, Herzrhythmusstörungen und Kreislaufbeschwerden, nervale Störungen und Nervenschmerzen, Muskelzuckungen und Muskelkrämpfe, Geschmacks-, Riech- und Hörstörungen, Ohrensausen und Schwindel, chronische Atemwegsbeschwerden, wie ständiger Schnupfen, permanentes Räuspern oder chronischer Husten, sowie chronische Beschwerden des Verdauungstraktes, der Blase oder Vaginalschleimhäute stehen immer häufiger mit Allergien in Verbindung. Neben diesen körperlichen Beschwerden nehmen jedoch auch die psychischen Allergiesymptome immer mehr zu. Dazu gehören vor allem eine übersteigerte Sensibilität auf alle Außenreize, weshalb die Betroffenen oft gereizt sind oder zur Aggressivität neigen, unerklärliche Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen, Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit sowie eine starke seelische und körperliche Erschöpfung. Heilung durch Ursachenbehandlung Will man Allergien dauerhaft heilen, hat es nur wenig Sinn, das Immunsystem ausschließlich mit der Bioresonanztherapie, einer Eigenblutbehandlung, mit Phytotherapeutika, der Akupunktur oder der Rotationsdiät zu stärken oder den Versuch zu unternehmen, den Körper gegen bestimmte allergieauslösende Substanzen (Allergene) zu desensibilisieren. All diese Therapien können die Symptome zwar häufig verringern oder auch für eine bestimmte Zeit beseitigen, in der Regel sind die möglichen Therapieerfolge jedoch nie von Dauer. Erst wenn die Ursachen, die zu den Allergien geführt haben, beseitigt werden, kann es zu einer nachhaltigen Allergiefreiheit kommen. Um Allergien daher ursächlich zu heilen, müssen alle allergieauslösenden Faktoren erkannt und behoben werden. Die primären Ursachen der meisten Allergien habe ich ja bereits angesprochen. Das betrifft die vielen verschiedenen Umweltgifte, die über die Nahrung und die Luft aufgenommen und unter normalen Umständen teilweise im Körper abgelagert werden. Dazu gehören alle giftigen Industrie- und Autoemissionen, insbesondere die Verbrennungsprodukte der Müll- und Sondermüllverbrennungsanlagen, und natürlich die vielen Pestizide und Chemikalien, die in der konventionellen Landwirtschaft zum Einsatz kommen. Aber auch das Quecksilber aus den Amalgamfüllungen der Zähne und die vielen verschiedenen Raumgifte, wie zum Beispiel die Holzschutzmittel Lindan und Pentachlorphenol (PCP) oder giftige Lösungsmittel in Teppich- und Parkettklebern, sind häufig an der Entstehung von Allergien beteiligt. Bei immer mehr Menschen wird das Immunsystem jedoch auch durch den stetig zunehmenden Konsum chemisch-pharmazeutischer Medikamente geschwächt, die ebenfalls teilweise im Körper und so auch in den abwehrzellbildenden Organen, wie den Lymphknoten, der Thymusdrüse und der Milz, abgelagert werden. Wären diese Giftbelastungen des Körpers die einzigen Ursachen der Allergien, könnten sie mit den unten beschriebenen Entgiftungstherapien relativ schnell geheilt werden. Leider liegt vor allem bei den meisten stärkeren Allergikern noch ein weiterer Entstehungsgrund für die Allergien vor: Ebenso wie die Schilddrüse oder die Keimdrüsen (Hoden, Eierstöcke) gehört nämlich auch die Bauchspeicheldrüse zu denjenigen Organen, die bei immer mehr Menschen infolge der Giftablagerungen in Mitleidenschaft gezogen wird. Neben dem Insulin produziert sie eine Reihe von Verdauungsenzymen, die bei zunehmender Belastung der enzymbildenden Zellen mit Umweltgiften immer weniger gebildet werden. Die meisten stärkeren Allergiker weisen daher auch eine umweltbedingte Verdauungsschwäche zumeist der Eiweißverdauung auf, wodurch die allergische Gesamtsituation deutlich verschlechtert wird. Eine erfolgreiche Allergietherapie muss daher bei derart betroffenen Allergikern auch die Regeneration einer geschwächten Verdauungskraft mit einschließen. Erst dann sind alle notwendigen Voraussetzungen für einen umfassenden und dauerhaften Therapieerfolg gewährleistet.
In der kommenden Ausgabe (Februar) nimmt Henning Müller-Burzler u. a. zu folgenden Themen Stellung:
|
||||