Allergien - woran man sie erkennt und wie sie natürlich zu heilen sind (Teil 3)

Beeindruckende Beispiele aus der Naturheil-Praxis

von Henning Müller-Burzler

Neben dieser Ernährungstherapie (siehe Grenzenlos 1/2002) habe ich in den letzten Jahren jedoch noch zwei weitere Heilmethoden entwickelt. So wenden wir in unserer Praxis zur Behandlung von allergischen sowie anderen chronischen und akuten Krankheiten bei Babys, Kindern und Erwachsenen eine völlig neue homöopathische Therapievariante an. Im Prinzip bekommen alle unsere Patienten individuell ausgesuchte Einzelmittel, mit denen der Körper dann ebenso entgiftet und regeneriert wird wie mit der Anwendung der Früchte, Nüsse und Samen.

Aber auch die dritte Heilmethode eignet sich hervorragend zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems und zur Therapie von allen allergischen Erkrankungen. Es handelt sich dabei um die Kombination folgender fünf Vitamine: C, D, E, Carotin und Coenzym Q10. Richtig angewandt wird dadurch ebenfalls der gesamte Körper von allen chemischen Substanzen, Schwermetallen und Stoffwechselschlacken entgiftet. Mit einer zwei- bis dreimaligen Anwendung pro Woche lassen sich damit nicht nur umweltbedingte Allergien erfolgreich behandeln, sondern auch so manche andere Krankheit, die mit einem geschwächten Abwehrsystem einhergeht. Die wichtigste Voraussetzung für die Wirksamkeit dieser Methode ist jedoch, dass alle fünf Vitamine natürlichen Ursprungs sein müssen. Sie funktioniert daher nur, wenn ausschließlich reine Nahrungsextrakte oder -konzentrate beziehungsweise 100-prozentig pflanzliche oder tierische Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden. Bei synthetischen Vitaminen in dieser Kombination konnte ich den Entgiftungseffekt nicht beobachten. Eine weitere Bedingung ist, dass alle Vitamine gleichzeitig zum Einsatz kommen müssen. Wie viel Sie oder Ihre Kinder von den einzelnen Vitaminen für diese Entgiftungstherapie benötigen, wo Sie die Vitamine beziehen können und was Sie sonst noch beachten müssen, habe ich ausführlich in meinen Buch “Das Handbuch für Allergiker” beschrieben.

Bisher sind von Henning Müller-Burzler zwei Bücher, beide im Windpferd-Verlag, Aitrang, erschienen:
„Gesund und Allergiefrei“ sowie „Das Handbuch für Allergiker“

Das unerkannte Allergie-Syndrom

Zunehmend mehr Menschen leiden unter anscheinend unerklärlichen körperlichen und seelischen Beschwerden, die mit keiner typischen Krankheit in Verbindung gebracht werden können oder häufig mit anderen Krankheiten verwechselt werden. Kaum bekannt ist daher, dass man auf Allergien auch mit ganz anderen körperlichen und seelischen Symptomen reagieren kann, als mit den allgemein bekannten Haut- oder Atemwegsbeschwerden, wie Neurodermitis, Asthma oder Heuschnupfen. Außerdem reagieren die meisten Betroffenen nicht nur mit einem Symptom auf Allergien, sondern mit mehreren, weshalb man heute vom Allergie-Syndrom spricht.

Aus der nachfolgenden Übersicht können Sie die häufigsten allergischen Erkrankungen und Symptome entnehmen.

Allergiesymptome im Bereich von Haut, Schleimhäuten und inneren Organen

  • Neurodermitis, Nesselsucht (Urtikaria), Kontaktallergien
  • Heuschnupfen, chronischer Schnupfen, häufiges Nasenbluten
  • Asthma, chronischer Husten, Pseudokrupp
  • chronische Schleimbildung im Bereich der Atemwege,
  • ständiges Räuspern
  • chronische Halsschmerzen, Schwellung der Gaumen- und Rachenmandeln (“Polypen”), Heiserkeit
  • chronische Nasennebenhöhlenbeschwerden
  • chronische Entzündung der Augenbindehäute, Augenlidschwellungen, permanenter Tränenfluss
  • Ohrensausen, Schwindel, Schwerhörigkeit
  • chronische Mittelohrbeschwerden, chronische Entzündung der Ohrtrompete
  • Ohrekzeme
  • chronische Beschwerden in Mund, Speiseröhre, Magen und Darm, wie Schmerzen, Brennen, Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle und Verstopfung
  • chronische Harnwegsbeschwerden (Nierenbecken, Blase, Harnröhre)
  • chronische Vaginalbeschwerden

Allergiesymptome im Bereich von Nerven, Gehirn und Muskeln

  • Hyperaktivität, Nervosität, Schlaflosigkeit
  • chronische Müdigkeit, Benommenheit, großes Schlafbedürfnis
  • epileptische Anfälle
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Ohrensausen und andere Hörstörungen (Halleffekte, verstärktes Hören etc.), Schwindel, Schwerhörigkeit
  • Geschmacks-, Riech- und Sehstörungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Kreislaufbeschwerden, Blutdruckschwankungen
  • Nervenschmerzen, Kribbeln und Ziehen in den Gliedmaßen
  • nervale Reizungen von Mund, Speiseröhre, Magen und Darm
  • Kälte- und Hitzeempfindlichkeit
  • Druckgefühl im Prostatabereich
  • Muskelzuckungen und Muskelkrämpfe

 Psychische Allergiesymptome

  • übersteigerte Sensibilität auf alle Außenreize
  • innere Gereiztheit, Neigung zu Aggressivität
  • Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen
  • Unkonzentriertheit und Vergesslichkeit
  • seelische und körperliche Erschöpfung

Fallbeispiele aus der Naturheilpraxis

Neurodermitis im Kopfbereich

Anfang Dezember 1993 konsultierte uns eine Mutter mit ihrem vier Monate alten Sohn, Franz M., der von Monat zu Monat immer schwerer an Neurodermitis im Kopfbereich erkrankt war, bis diese schließlich in ein eitriges Ekzem übergegangen ist. Er litt unter einer starken Schwäche der Eiweißverdauung, hatte Darmflorastörungen und Darmpilze und war auf Muttermilch allergisch.

 Da er ausschließlich gestillt wurde und die Mutter ebenfalls stärkere Darmflorastörungen und Darmpilze aufwies, übertrug sie diese mit der Muttermilch auf das Baby. Das Kopfekzem war letztendlich eine Mischung aus Neurodermitis, einer bakteriellen Hautentzündung (Strepto- und Staphylokokken) sowie einem starken Pilzbefall (Candida albicans und parapsilosis)

In der Therapie wurde die Muttermilchallergie mit der Bioresonanztherapie behandelt, die Darmflora regeneriert, die Verdauungskraft aufgebaut und der Körper von Umweltgiften entgiftet. Daneben kamen noch antibakterielle und pilzabbauende homöopathische Mittel zum Einsatz. Außerdem wurde die Darmflora der Mutter saniert, damit die Candidapilze nicht mehr mit der Muttermilch auf das Baby übertragen wurden. Aufgrund der Schwere dieses Falls dauerte es knapp sechs Monate, bis das Ekzem langsam abheilte. Weitere zwei Monate später waren auch die letzten Neurodermitisstellen im Gesicht weitgehend verschwunden.

Was noch wichtig zu erwähnen wäre, ist, dass die betroffene Familie in der Nähe von Ingolstadt wohnt, umgeben von drei Erdölraffinerien und Deutschlands größter Sondermüllverbrennungsanla- ge. Außerdem führt nur wenige Kilometer vom Haus entfernt die sechsspurige Autobahn A9 von Nürnberg nach München vorbei.

Vielleicht fragen Sie sich, wie es denn den anderen Familienmitgliedern dieses Kindes in Bezug auf Allergien ging. Der mittlerweile sechsjährige Junge hat nämlich noch zwei Geschwister, die ebenso wie die Mutter vor der homöopathischen Aufbau- und Entgiftungstherapie starke Allergiker waren. 

Starker Heuschnupfen

Im September 1997 suchte uns ein junger Mann (23 Jahre) aus Stammham bei Ingolstadt auf, der seit sechs Jahren unter starkem Heuschnupfen litt. Allergisch reagierte er vor allem im Bereich der Nasenschleimhäute und Augenbindehäute. Zu den Hauptallergenen gehörten folgende Blütenpollen: Kiefer, Fichte, Roggen, Wiesengräser und andere Gräser. Die Verdauungskraft und die Darmflora waren weitgehend gesund.

Mit einem individuell ausgesuchten homöopathischen Konstitutionsmittel wurde der Körper entgiftet und das Immunsystem gestärkt. Nach drei Monaten Therapiezeit konnten wir keine Allergien mehr nachweisen. Der Patient war natürlich gespannt, ob er wirklich allergiefrei war, da er seine Allergien ja im Winter verloren hatte. Das Frühjahr kam und die allergischen Reaktionen sind bis heute (Januar 2002) ausgeblieben. Dauerhaft wird er jedoch nur dann allergiefrei bleiben, wenn er seinen Körper in regelmäßigen Abständen von den neu aufgenommenen Umweltgiften befreit.

Allergische Hyperaktivität mit Hautrötungen

Dieser Fall ist ein klassisches Beispiel für die allergische Hyperaktivität, von der immer mehr Kinder aber auch Erwachsene betroffen sind. Ende Dezember 1997 behandelten wir einen neunjährigen Jungen aus Ingolstadt mit starker innerer Unruhe, Nervosität und Ängsten, starken Einschlafstörungen und innerer Hitze, sobald er im Bett lag, sowie allergisch bedingten Hautrötungen der Hände. Allergisch reagierte er vor allem auf alle tierischen Nahrungsmittel, wie Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Eier, aber auch auf Nüsse und Ölsamen und vor allem auf raffinierten Zucker. Die allergischen Reaktionsorte waren der Nervus sympathicus und die Haut.

In der Therapie wurde vor allem der Körper entgiftet und das Immunsystem gestärkt. Die Ängste behandelten wir zusätzlich mit individuell ausgetesteten Bachblüten. Anfang Februar 1998 schlief der Junge bereits wieder besser ein und im April 1998 ist er insgesamt schon deutlich ruhiger gewesen. Im Juni 1998 konnten keine Allergien mehr nachgewiesen werden und alle anfänglichen Symptome hatten sich normalisiert.

Beenden möchte ich meine Grenzenlos-Ausführungen mit zwei Zitaten aus meinen Büchern, die mir sehr am Herzen liegen: “Die Natur wurde von unserem Schöpfer perfekt erschaffen und wir Menschen dürfen sie für uns nutzen und von ihr leben. Wir haben jedoch kein Recht dazu, sie auszubeuten oder zu zerstören. Denn wenn wir die Natur zerstören, zerstören wir uns selbst!” Und: “Der einzig wahre Heilungsweg für uns und die Erde ist daher, dass wir damit aufhören, Gifte zu produzieren und endlich die Naturgesetze des Lebens beachten!” 

Der Autor Henning Müller-Burzler, geb. 1963, studierte vier Semester Zahnmedizin, um dann - seiner inneren Berufung folgend -sich ganz der Naturheilkunde zu widmen. Neben der Ausbildung zum Heilpraktiker begann er 1985, sich mit den Ursachen und der Heilung von Krankheiten, allen voran Allergien, Darmpilzen und Krebs, zu beschäftigen. Seit 1992 führt er gemeinsam mit seiner Frau Jutta Burzler eine Naturheilpraxis. Seine Bücher sind im Windpferd-Verlag, Aitrang erschienen.

Kontaktadresse: Jutta Burzler und Henning Müller-Burzler, Dietramszeller Straße 11, 83646 Bad Tölz, Tel. 08041-740863, Fax 08041-730656, E-Mail: hmb@mueller-burzler.de