Gutes für unsere Augen - Spiegel der Seele
  • Möglichkeiten zur Unterstützung bei Sehschwächen
  • Tipps für „Ganzheitliches Sehen“
  • Warum  Sonnenlicht  „Nahrung“ für die Sehorgane ist

Von Silvia Pintér 

Seit Dr. William Bates *** ist bekannt, dass unsere Sehkraft abhängig ist von einer harmonischen An- und Entspannung und Zusammenarbeit der Augenmuskelpaare, unserem Unterbewusstsein und Gefühlen. Durch ein Augentraining werden die Augenmuskel in ein harmonisches, aktives Zusammenarbeiten zwischen Anspannung und Entspannung gebracht. Das bewirkt ein entspanntes Sehen, eine besser Beweglichkeit der Augen und damit eine bessere Durchblutung der Netzhaut und der Netzhautzellen. Ein Sehtraining hilft somit degenerativen und s.g. altersbedingten Augenerkrankungen vorzubeugen. 

Unser Augapfel ist keinesfalls ein starrer Körper sondern ein schwammiges flexibles Gewebe, dessen Form abhängig von der Anspannung der Augenmuskeln ist. Die Augenmuskeln und ihre Bewegung werden vom Gehirn gesteuert - An- und Entspannung, sowie die Zusammenarbeit beider Augen.

Beispiel: beim Schielen schafft das Gehirn nicht die Sehinformationen beider Augen zu verschmelzen, die Folge sind Doppelbilder. Um diese Doppelbilder zu vermeiden wird ein Muskel so angespannt, dass das Auge weg wandert. – Es gibt keine Doppelbilder mehr.

Die Sehbahnen verlaufen durch Gehirnareale, die u.a. unsere Emotionen und daraus folgenden  Reaktionen steuern. Beispiel: eine Situation lässt mich vor Angst erstarren – ich halte den Atem an, meine Muskeln spannen sich an, so auch die Augenmuskeln. 

*** Der amerikanische Augenarzt Dr. William Bates (1860 – 1931), gilt als ein Pionier auf dem Gebiet des Augentrainings. Er erforschte den Zusammenhang zwischen Sehschwäche und seelischkörperlicher Überforderung. Dr. Bates ging davon aus, dass Sehschwächen durch geistige und emotionale Anspannung und ungesunde Sehgewohnheiten hervorgerufen werden. Die Nachfolger von William Bates haben seine Vorgehensweise aufgrund neuer Erkenntnisse, z.B. der Gehirnforschung und der Psychologie erweitert. 

  • Übung zum Abbau von Stress 

Setzen Sie sich bequem oder legen Sie sich, nehmen Sie jetzt Ihren Körper wahr. Atmen Sie tief ein und aus. Gibt es irgendwo Verspannungen? Wenn ja, stellen Sie sich vor, dass Sie bei jedem Ausatmen Ihre Muskeln mehr und mehr entspannen. Gibt es einen Gedanken oder ein Gefühl, was Anspannung verursacht ? Wenn ja, legen Sie eine Hand auf Ihre Stirn und die andere an Ihren Hinterkopf. Nun denken Sie an die Situation, die das Gefühl oder den Gedanken auslöst und hüllen diese in eine Farbe Ihrer Wahl. Fahren Sie fort, bis der Gedanke oder das Gefühl sie entspannt sein lässt.   

Eine Schwäche der Netzhaut (Löcher, Risse oder absterben der Zellen), kann die Folge von nicht ausreichender Ernährt der Netzhaut sein. Gründe sind z.B. ein Mangel an Sonnenlicht, an Vitaminen und Mineralien, eine Allergie- oder ein Verarbeitungsproblem, Rest-Toxine von Medikamenten, Impfungen, Narkosen oder Umweltgiften.

Es können auch emotionale Blockaden vorliegen - was will die Person nicht sehen? - oder energetische, in dem die körpereigene  Energie blockiert wird, so dass die Zellen der Netzhaut und deren Schichten nicht genügend mit Energie versorgt werden. 

Eine Sehzelle ist wie ein kleines Sehkraftwerk aus Batterien, Verstärker und Transformatorstation, das von zwei Seiten Energie erhält. Von außen durch Licht und Farben, von innen durch das Blutsystem des Körpers, um daraus Sehkraft zu bilden. Die vollständige Regeneration der Zellen erfolgt durch tiefe Entspannung mit geschlossenen Augen und Dunkelheit. Licht und Dunkelheit gehören für das Sehen zusammen wie Plus und Minus beim elektrischen Strom.

  • Sonnenlicht - Ernährung für Augen und Körper

Wir sind alle Kinder des Sonnensystems und können ohne das lebensnotwendige Sonnenlicht nicht leben bzw. unsere Zellen nicht genug ernähren. Vor 100 Jahren haben die Menschen ca. 90 % ihrer Zeit unter freiem Himmel und unter Sonnenlicht verbracht, heute nur noch ca. 10 %. Viele Menschen dunkeln ihre Augen mit Sonnenbrillen oder getönten Brillengläsern zusätzlich vor der einzigen natürlich nährenden Licht und Energiequelle, unserer Sonne ab.

Ein Mangel an Sonnenlicht macht Augen lichtempfindlich und verursacht Nachtblindheit.

Unsere Augen nutzen 25% des Sonnenlicht für das Sehen und die Netzhautzellen (siehe Retina), 75% werden vom Körper für eine reibungslose Information,  Kommunikation und Steuerung zwischen den Körperzellen im Organismus genutzt. Unsere Hypophyse unterstützt den Hormonhaushalt und die Verarbeitung der durch die Nahrung aufgenommenen Vitamine und Mineralien, sie wird aktiviert durch das Sonnenlicht. Wir sehen, wie  wichtig das Sonnenlicht für uns Lebewesen ist.

Das gesamte vom menschlichen Organismus aufgenommene Sonnenlicht wird zu 60 % über die Augen aufgenommen, die restlichen 40 % über die Haut.

  • Künstliches Licht

Die längste Zeit des Tages verbringen die meisten Menschen unter künstlichem Licht, was bei weitem nicht den Farb- und Energiegehalt des Sonnenlichts aufweist. Am schlimmsten darunter sind Kunstlichtneonröhren, die nicht nur die Zellen mit eingeschränktem Farbspektrum, sondern auch noch mit ihrem Flimmern befluten. Das bedeutet, die Zellen unserer Augen und der gesamte Organismus sind, was das Sonnenlicht betrifft, unterernährt. Das Flimmern der Leuchtstoffröhren stört die eigene Schwingung der Netzhaut- und der Gehirnzellen.

Die Folgen sind Müdigkeit, Energielosigkeit, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Augenbrennen, Depression, eine Schwächung des Immunsystems,  Degenerationskrankheiten u.v.m. Wissenschaftliche Untersuchungen haben bestätigt, dass fehlendes Tageslicht gravierende Gesundheitsschäden hervorrufen kann. Zu empfehlen sind aus diesen Gründen so genannte Vollspektrum-Tageslichtlampen, die annähernd das natürliche Tageslichtspektrum wiedergeben.

  • Sonnenbrillen

Sie sollten nur bei extremer Sonnenbestrahlung wie z.B. bei Schnee in den Bergen oder auf dem Wasser getragen werden. Sonst nehmen wir unseren Augen und deren Zellen, sowie dem gesamten Organismus, die Möglichkeit die Energiepakete des natürlichen Sonnenlichtfarbspektrums aufzunehmen und sich zu nähren. Augen werden durch das Tragen von Sonnenbrillen oder getönten Brillen immer mehr lichtempfindlich. (Siehe Augenspiele: Sonnenbaden, bei Lichtempfindlichkeit).

  • Sonnenlicht

Unsere Sonne, mit ihren Regenbogenfarben, auch wenn wir Sie nicht immer sehen, regt unser vegetatives Nervensystem, das endokrine System, die Drüsenfunktion und den Stoffwechsel an. Das Sonnenlicht ist ein natürliches Lebensmittel, wie Wasser und Ernährung, wenn sie noch lebendig sind. Physikalisch hat das Sonnenlicht die gleiche Struktur wie wir sie in unserem Körper, im Wasser, z.B. in einem Apfel und in den Kristallen der Erde wiederfinden.

Blaubeersaft mit seinem Vitamin A ist unterstützend für das Sehen im Dunkeln.

Diabetes wirkt sich auf die Versorgung der Netzhaut aus, deshalb ist besonders auf Zink- u. Chrommangel zu achten.

Leider trinken die meisten Menschen zu wenig Wasser. Wasser wird von den Zellen als Träger und Leiter von Informationen in den Zellen benötigt und zur Reinigung und Entschlackung. Mindestens 1 –2 Liter stilles Wasser pro Tag, nicht zu ersetzen mit Tee, Kaffee, Saft oder Limonade.

Sonnenbaden, bei Lichtempfindlichkeit, ist gut für alle Augen, (unterstützt die Beweglichkeit der Linse, nährt die Augen und den Körper, Geist und Seele, macht die Augen Licht unempfindlicher und wirkt unterstützend bei Nachtblindheit).

Dazu eine Übung:

Schließen Sie die Augen und wenden Sie Ihr Gesicht der Sonne zu. Spüren Sie wie die Sonne Ihr Gesicht und die Gesichtsmuskeln erwärmt. Entspannen Sie dabei und atmen Sie tief ein und aus. Denken Sie an die Regenbogenfarben des Sonnenlichtspektrums: rot, orange, gelb, grün, blau, indigoblau und violett. Stellen Sie sich nun vor, dass Sie bei jedem einatmen die Farben durch Ihre Augen, in jede Zelle Ihrer Netzhaut und in alle Zellen Ihres Körpers hinein fließen lassen, so dass sie sich nähren können, ca. 5 Minuten.

Nun bewegen Sie den Kopf mehrmals von einer Schulter zur anderen, hin und her, je ca. 8x, dann von der Sonne bis zu den Füßen, runter und hoch. Nehmen sie noch einmal die Sonne war und wandern Sie dann mit Ihrem Kopf in Richtung der Füße. Öffnen Sie nun die Augen. Wie nehmen Sie das Licht um sich herum jetzt war ?

Diese Übung sollten Sie mindesten 1x pro Tag machen oder immer wenn die Sonne sie gerade blendet.

Weitere Übungen:

  • Palmieren

Palmieren bringt Energie für Augen, die müde sind und entspannt sie, z.B. nach Bildschirmarbeit. Und das funktioniert so: Reiben Sie ihre Hände aneinander und legen Sie die Hände auf die geschlossenen Augen, ganz leicht, ohne die Augen zu drücken. Spüren Sie nun die Wärme Ihrer Hände auf Ihren Augen und lassen Sie Ihre Augen und Augenmuskeln in dieser Wärme baden.

  • Gähnen

Gähnen Sie herzhaft mit weit aufgerissenem Mund und einem lauten Ton. Gähnen entspannt den Körper und versorgt ihn mit mehr Sauerstoff, als wir es beim Atmen tun. Gähnen aktiviert das Blutsystem und die Drüsen zum Weinen, wenn die Augen trocken sind.

  • Nasenpinsel

Bei Kurzsichtigkeit, Astigmatismus oder nach sitzen vor dem Computer. Stellen sie sich einen weichen Pinsel auf Ihrer Nasenspitze vor und lassen Sie ihn mit fließenden Bewegungen über Flächen, Gegenstände, Bäume, den Horizont o.a. gleiten. Dabei kommen Sie den Nasenpinsel so lang oder so kurz machen, wie Sie ihn brauchen.

Bei Weitsichtigkeit, halten Sie eine Blume in der Nähe und malen Sie diese mit dem Nasenpinsel nach, die Blume wird in den Händen, dabei im Winkel von 45° gehalten. Schließen Sie dann die Augen und malen Sie die Blume in Ihrer Vorstellung. Spüren Sie ihren Duft? Öffnen Sie nun die Augen und schauen Sie, was passiert, sehen Sie mehr Details ? 

Damit die beschriebenen Augenübung wirksam werden können, sollten sie in den Tagesablauf integriert werden.

Die Autorin Silvia Pintér, geboren 1954, arbeitet mit der Methode „Natürlich Besser Sehen“ seit über 10 Jahren und wurde 1990 von Dr. Janet Goodrich ausgebildet. Seit 1985 arbeitet sie mit der Kinesiologie und ist Lehrerin für die „Vision Circles“ (Sehkreise) nach Paul Dennison. Seit 1995 entwickelte sie die homolaterale Muskelkorrektur der Augenmuskeln, die Stärkung der Netzhautzellen und die Familien-Systemische Arbeit mit den Augen. 1995 veröffentlichte sie anlässlich der Internationalen Konferenz in Italien „Die Emotionen der 5 Elemente“ für die Augen. Sie arbeitet mit Menschen jeden Alters in Einzelarbeit  und Gruppen. Das umfangreiches Wissen weiter zu geben ist ihr Anliegen in den Seminaren und bei der Ausbildung zum Sehpädagogen.

Kontaktadresse: Silvia Pintér, Ernst-Thälmann-Str. 38, 14822 Brück bei Berlin, Tel. 033844-50172, Fax 033844-50174, info@A-S-Z.de, www.A-S-Z.de