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Gesundheit Belastungen für Körper und Psyche Über die Problematiken von Elektrosmog, Erdstrahlen, Verwerfungen und Wasseradern als Störfaktoren im Wohn- und Schlafbereich Von Dirk Seufert Bürgerproteste gegen Mobilfunkanlagen, Gehirntumore von Handy-Vieltelefonierern oder Schlaflosigkeit über sich kreuzenden Wasseradern haben in der breiten Öffentlichkeit zu einer erhöht aufmerksamen Wahrnehmung von Schlagworten wie „Magnetismus“, „Elektromagnetismus“, „Elektrosmog“ oder „Erdstrahlen“ geführt. Vor allem sind es Bedenken bis hin zu Ängsten, die diese Schlagworte nähren. Denn leider wird die Debatte um Ursachen und Wirkungen von derlei Erscheinungen vielfach vor dem Hintergrund von Halbwissen oder blanker Unkenntnis detaillierter Sachverhalte geführt. Ein Grund mehr einmal zu beleuchten, was es mit Magnetismus, elektromagnetischen Wellen & Co. eigentlich auf sich hat: Was ist das überhaupt? Um welche Problematiken dreht es sich in der Debatte? Was kann all das für den Menschen bedeuten? Und vor allem: Wie wird eventuellen Auswirkungen dann wirksam begegnet, wenn sie zu Beeinträchtigungen führen? (Dies in der kommenden August-Ausgabe, d. Red.)
Verständnis zu entwickeln oder gar Beurteilungen zu ermöglichen, das setzt begriffliche Klärungen voraus. Deswegen zunächst einmal die Einführung einiger bedeutender Begriffe, die das Verstehen des Folgenden und das Begreifen von Zusammenhängen erleichtern. Spricht man von Belastungen durch Elektrosmog, Erdstrahlen, Wasseradern oder gar von Radioaktivität, so geht es dabei um die physikalischen Erscheinungen von Magnetismus und von elektromagnetischen Wellen. Magnetismus ist ein Zustand von Materie, in der molekulare elektrische Kreisströme wirken, verursacht durch die Eigenschaften von Atomen, die aus elektrisch geladenen Teilchen bestehen. Einen Raumbereich, in dem eine solche magnetische Kraft wirksam ist, heißt magnetisches Feld. Das Feld hat die Eigenschaft, sich zwischen zwei gegensätzlichen Polen auszubreiten. Diese Polarisierung wird dort erkennbar, wo sich etwa eine Kompassnadel zwischen Nord- und Südpol ausrichtet.Solche magnetischen Felder entstehen nicht nur im Umfeld von Magneten, sondern auch in der Umgebung jedes elektrischen Stroms: Wo Strom fließt, erzeugen die sich bewegenden, schwingenden Elektronen um sich herum ein elektromagnetisches Kraftfeld in Form energiegeladener Wellen: die Elektromagnetischen Wellen. Die lassen sich nach ihrer Wellenlänge unterscheiden. Äußerst kurze Wellen sind als radioaktive Wellen bekannt, bereits etwas längere werden als Röntgenstrahlung genutzt, noch längere werden optisch wahrgenommen - als sichtbares Licht. Wiederum längere sind dann nicht mehr sichtbar, werden jedoch als z. B. infrarote Wärmestrahlung empfunden. Im sehr langwelligen Bereich letztlich finden sich diejenigen elektromagnetischen Wellen, welche für Rundfunk, Fernsehen, Funkverkehr und drahtlose Kommunikationstechnik benutzt werden. Magnetismus ist demnach zunächst einmal eine völlig natürliche Erscheinung. Elektromagnetismus an sich auch, doch seine zunehmende Verbreitung, die mit der voranschreitenden Nutzung von Elektrizität und elektrotechnischen Geräten einhergeht, kann sich störend auf den menschlichen Organismus auswirken.
Obwohl der Magnetismus sich grundsätzlich als natürliches Kräftefeld über die Erdkugel verbreitet, liegen die Unterschiede im Detail: Es sind nämlich gleich mehrere Strahlennetze, auch Globalgitter genannt, die die Erde umfassen und die sich in Größe und Auswirkung unterscheiden. Und die in ihren Wechselwirkungen untereinander bereits natürliche Störungen hervorrufen. Vor allem diese drei Gitter sollte man kennen: Das Hartmanngitter wurde 1951 von Dr. E. Hartmann entdeckt. Dieses Magnetfeldgitter verläuft in Nord-Süd- sowie in Ost-West-Richtung. Die Abstände der Gitterstränge betragen ca. 1,80 m x 2,80 m. Die Kreuzungspunkte der Gitterstränge heißen “Reizstreifen”. Ihre Breite liegt bei bis zu 0,20 m. Das Currynetz wurde von Dr. Manfred Curry entdeckt. Es verläuft zwischen den Himmelsrichtungen, also von Nordwest nach Südost und von Südwest nach Nordost. Und in seiner Fließrichtung entgegen dem Hartmannnetz. Die Abstände der Gitterstränge betragen in diesem Netz 3,50 m x 3, 50 m, die Breite der Reizstreifen liegt bei ca. ± 0,50 m . Der wesentliche Unterschied zum stabileren Hartmanngitter ist, dass sich bei schlechter Wetterlage die Reizstreifen verbreitern und an (bis zu dreifacher) Intensität zunehmen. Das Zehn-Meter-Gitter letztlich hat die gleiche Ausrichtung wie das Hartmanngitter, besitzt jedoch weitere Abstände der Gitternetzlinien, nämlich jeweils zueinander 10 m. Daher erklärt sich sein Name.
Geomantische Zonen beschreiben keine Gitternetze sondern magnetische Erd-Strahlungen, die ihre Entstehung im Erdinneren haben. Im Gegensatz zu den Gitternetzen an der Erdoberfläche verlaufen die geomantischen Zonen im Erdinneren. Sie sind breiter als die Gitterlinien, nämlich einige Meter breit. Von Verwerfungen wird gesprochen, wenn es sich um Erd-Verschiebungen oder Überlagerungen von Erdschichten handelt. Die sind häufiger in Gebirgs– oder Hügelzonen zu orten und sorgen für eine geologische Verschiebung von geomantischen Zonen oder auch Wasseradern. Wasseradern letztlich sind unterschiedliche Strömungen angesammelten Wassers im Boden. Solche Wasseradern können kleine Rinnsale sein oder aber weitaus mächtigere unterirdische “Fließgewässer”. Bei Wasseradern sind zwei Komponenten wichtig, beachtet zu werden. Die Tiefe der Ader: Je tiefer eine Wasserader im Untergrund liegt, desto breiter ist ihre magnetische Strahlungswirkung an der Erdoberfläche, weil sich das Strahlungsfeld pro 5m Tiefe um ca. 1 mm ausbreitet. Beispiel: Eine zehn Zentimeter breite Wasserader in 15 Metern Tiefe verursacht an der Erdoberfläche ein Strahlungsfeld von 10.3 cm Breite. Die Flussrichtung der Ader ist bedeutsam: Das menschliche elektromagnetische Feld fließt - mit Unterschieden im Körper - nämlich zumeist im Uhrzeigersinn. Wirkt dem die Fließrichtung einer Wasserader entgegen, können Beeinträchtigungen des Menschen auftreten. Kreuzungspunkte von Wasseradern sind dabei besonders kritisch, weil hier zudem zwei Fließrichtungen der Wasseradern aufeinander treffen. Die bis hierher beschriebenen natürlichen Erscheinungen werden begleitet von künstlichen, vom Menschen durch seine Technik erzeugten Erscheinungen: Niederfrequente Wechselstromfelder werden durch jedes Elektrokabel erzeugt, in dem Strom fließt. Jede 230 Volt-Leitung erzeugt dann ein elektromagnetisches Feld einer niederen Frequenz von bis zu 50 Schwingungen pro Sekunde, das sind 50 Hertz (abgekürzt Hz). Hochfrequente Wechselstromfelder sind demgegenüber solche, die von elektrischen Strömen bzw. Geräten verursacht werden, die im tausendfachen, dem so genannten Mega-Hertz-Bereich (MHz), arbeiten. Das tun unter anderem Bildschirme, funkbetriebene Geräte, Transformatorenhäuser, Halogenlampen, Baumaschinen mit Funk, mit Drehstrom betriebene Geräte etc.. Selbst die Radioaktivität, diese kurzwellige, energiereiche elektromagnetische Strahlung muss hier angesprochen werden. Sie tritt mitunter lokal und geologisch begründet auf. Sie kann aber auch aus bautechnischen Anlagen, aus Lebensmitteln, Zahnmaterialien, Schmuck, Brillen usw. hervortreten. Der Grund: Mitunter werden einige Werkstoffe einer geringen radioaktiven Strahlung ausgesetzt, um ihre Haltbarkeit und Materialstärke zu erhöhen. Die aufgenommene radioaktive Strahlung geben sie zum Teil wieder ab. In beiden hier genannten Bereichen wird von radioaktiver Niedrigstrahlung gesprochen. Jetzt wird auch der Begriff des Elektrosmog verständlich, unter dem man die Belastung durch elektromagnetische Wellen versteht. Diese können, bezogen auf die natürlich vorkommende magnetische Strahlung und das körpereigene elektromagnetische Feld, als Störfelder wirken. Verursacher können Funkantennen, Bildschirme, Handys, Musikanlagen, funkgesteuerte Anlagen und vieles mehr sein. Körpereigene Felder, das noch zum Verständnis, werden durch atomare Bewegungen (z. B. elektrische Reizleitung in den Nerven, Stoffwechselaktivitäten) erzeugt.
Ob und wann Strahlung zur Belastung wird, tritt bei den ihnen ausgesetzten Menschen nicht einheitlich zu Tage. Die Anzeichen können sich unterscheiden und es kann mehrere Jahre dauern, bis sie überhaupt deutlich in Erscheinung treten. Strahlenbelastung tritt in zwei Erscheinungsarten auf: Wenn ein Mensch einem Zuviel von Strahlung ausgesetzt ist (z. B. nach einem Sonnenbrand, einem Zuviel von Infrarotlicht). „Zuviel“ kann bedeuten, derzeit wissenschaftlich anerkannt zu hohen Strahlendosen ausgesetzt gewesen zu sein. Solche Grenzwerte sind etwa im Strahlenschutz-Gesetz niedergelegt. Sie können aber auch subjektiv als zu hoch empfunden sein, selbst wenn sie die offiziellen Grenzwerte unterschreiten. Wenn Wechselwirkungen der Strahlungen eine gegenseitige Verstärkung, so genannte Interferenzen, bewirken und so zu nicht in Grenzwerten oder ähnlichen geregelten Erfassungen zum Tragen kommen. Auswirkungen des dritten denkbaren Falls, nämlich eines Zuwenig an Strahlungen gibt es auch: Menschen die zuwenig dem Tageslicht ausgesetzt sind, können unter Vitamin D-Mangel oder an Saisonabhängigen Depressionen (SAD) erkranken.
Eine Belastung durch Magnetismus oder elektromagnetische Wellen kann sich beim Betroffenen durch verschiedene Symptome ankündigen. Die häufigsten Signale sind: Schlafstörungen, Migräne, Herz- und Kreislaufstörungen, Schwindel, Erschöpfung, Unruhe, Allergien, Stress usw., um nur einige zu nennen. Da auf solche Anzeichen meist mit der Einnahme von Medikamenten reagiert wird, lindert das zwar für einen kurzen Zeitraum die Beschwerden. Der Körper gibt nach Ende der Indikation jedoch häufig um so deutlichere Signale, die sich in Form von noch stärkeren Schmerzen bemerkbar machen. Auch ein Arztbesuch kann diesem Leiden kein Ende bereiten, wenn den Beschwerden mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird als ihrer Ursache. In der Tat schwierig wird die unzweifelhafte Zuordnung der Beschwerdesymptome auf eine Strahlungsbelastungen als Ursache, da die genannten Beeinträchtigungen ja auch als Erscheinungen in anderen Krankheitsbildern auftreten. Umsomehr tut dann eine professionelle Klärung der Sachlage Not. Denn die Erfahrung zeigt: Durch unsere vermehrte technische Ausrüstung an Arbeitsplätzen wie in Wohnungen nimmt die Zahl der Strahlenbelastungsopfer stetig zu.
Was kann der Einzelne tun? Wie ist den verschiedenen Strahlungs-Beeinträchtigungen zu begegnen? Dazu mehr in der kommenden August-Ausgabe von Grenzenlos. |