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Gesundheit Belastungen für Körper und Psyche Doch was tun bei: Elektrosmog, Erdstrahlen, Verwerfungen und Wasseradern im Wohn- und Schlafbereich? (II) von Dirk Seufert Im ersten Teil der Betrachtungen (Grenzenlos 7/02) über die Problematiken zu Magnetismus, elektromagnetischen Wellen & Co. wurden begriffliche Klärungen vorgenommen wie: Was verbirgt sich überhaupt hinter den beschriebenen natürlichen und technischen Erscheinungen? Wie Strahlungs-Beeinträchtigungen begegnet werden kann, beschreibt Grenzenlos-Autor Dirk Seufert im Folgenden. Wie reagiert unser Körper auf Magnetismus und auf elektromagnetische Wellen? In der Mitte unseres Gehirns besitzen wir eine Drüse, Zirbeldrüse oder auch Epiphyse genannt, die für unsere Immunität mitverantwortlich ist. Diese Zirbeldrüse produziert zwei Hormone: Serotonin und Melatonin. Serotonin ist ein Stresshormon, das vom Körper ausgestoßen wird, wenn dieser „in Aktion“ ist. Melatonin dagegen ist ein Schlafhormon, das produziert wird, wenn sich der Körper in Ruhephase befindet. Melatonin ist für den Körper sehr wichtig, da es die überschüssigen Stresshormone im Körper abbaut und somit ein Gleichgewicht für unsere Immunität herstellt (siehe auch Grenzenlos Nr. 2/2001: Melatonin - Türöffner zum gesunden Schlaf, d. Red.) Die Epiphyse kann, um jeweils Aktivität oder Ruhe zu fördern, nicht zwischen Tag und Nacht unterscheiden, sondern reagiert nur auf hell und dunkel. Signale, die sie über das Auge “mitgeteilt bekommt”. Durch die ständigen Einflüsse elektromagnetischer Wellen, wie sie von Bildschirmen, Funk, Musikanlagen, Handys etc. ausgehen können, kann die Epiphyse auf Dauer beeinflusst werden. Weil sie, die selbst (neurophysiologisch betrachtet) elektrisch funktioniert, durch die fremden elektromagnetischen Impulse gleichermaßen ferngesteuert und fehlgesteuert wird. Die Epiphyse nimmt dann nicht mehr ihre natürliche Funktion wahr. Das bedeutet konkret: Die Epiphyse verringert ihre Produktion von Melatonin und verursacht eine Störung des Schlaf–Wach–Rhythmusses. Weitere mögliche Störungen sind die des körpereigenen Krebsschutzes, eine Erhöhung der Blutsäurewert und die Freisetzung von Stickoxyden. In Verbindung mit Melatoninmangel leidet der Körper unter einem nervösen Stress-Symptom.
Die magnetischen wie auch die elektromagnetischen Felder bzw. Gitter (vgl. Grenzenlos 7/2002) sind dermaßen eng über die Erdoberfläche verteilt, dass wir ihnen auf Schritt und Tritt begegnen. Würden sie immer und überall zu Problemen führen, so müssten wir still und starr stehen bleiben, könnten uns nicht einmal der Länge nach hinlegen, um ja nicht einer Gitternetzlinie oder einem Reizpunkt zu begegnen. Das entspricht nicht der Lebenspraxis und belegt, dass nicht überall wo ‚Magnetismus’ oder ‚Elektromagnetismus’ drauf steht, auch ‚Probleme’ drin sind. Denn im evolutionären Sinne hat der Mensch weitgehend mit diesen Einflüssen zu leben gelernt - anders mit den neuen, technisch bedingten Einflüssen. Zwar sind für diese Grenzwerte festgelegt, etwa im Strahlenschutzgesetz, aber diese Grenzwerte sind nach wie vor in Diskussion und können überdies die persönliche Empfindlichkeit in Einzelfällen nicht berücksichtigen.
Stress-Anzeichen wie Nervosität, Kopfschmerz, Schlafstörungen etc. lassen sich nicht immer eindeutig der einen wie der anderen Ursache zuordnen. Deswegen ist es nicht korrekt, alles Unbehagen gleich einer elektromagnetischen Wirkung zuzuschreiben. Zunächst müssen folglich alle Einflussfaktoren geklärt werden. Erst eine differenzierte Untersuchung kann feststellen, ob Wirkungen zu Tage treten, welche die ungeklärten Beeinträchtigungen bewirken könnten. Erst in der Evaluation der Einzelfaktoren wird erkennbar, ob traditionelle Erkrankungsmuster wie Infektionen etc. oder ob durch Strahlungen bedingte Erklärungen den Problemen zu Grunde liegen.
Diffuse Ängste à la “Hilfe, Erdstrahlen!” sind also nicht immer berechtigt. Wo sie aber ernsthaft Probleme verursachen, sollte ihnen begegnet werden. Auf dem Markt werden viele Produkte angeboten, die der Abschirmung von elektromagnetischen Wellen dienen sollen: Abschirmtapeten beinhalten leitfähige Stoffe die es ermöglichen, den Raum von sämtlichen Störfeldern abzuschirmen. Sie sollen Schutz gegen Elektrosmog bieten, indem sie einen so genannten ‚Faradayschen Käfig’ bilden. Das ist ein raumumspannendes Schutzgitter aus stark leitfähigen Einzelsträngen, die - in diesem Fall - metall- und schwermetallfrei sind. Stoßen elektromagnetische Wellen auf dieses Gitter, werden sie absorbiert und an die Erdung weitergeleitet. So abgeführt, zeigen sie in dem durch die Abschirmtapete geschützten Raum keine Wirkung. Abschirmtapeten werden als System für Wand, Boden und Decke angeboten, die zur Erstausstattung, Nachrüstung wie auch zur Erweiterung eingesetzt werden können. Selbst Reparaturen und Ausbesserungen können an ihnen ausgeführt werden. Einmal aufgeklebt, dienen sie als Untergrund für die nachfolgende individuelle Wandgestaltung. Anbieter von Qualitätsprodukten weisen die tatsächliche Wirkung ihrer Produkte durch ein seriöses Dämpfungsdiagramm aus und sie geben die tatsächlichen Schirmungswerte an. Netzstrom-Freischalter unterbrechen den Stromfluss in elektrischen Leitungen, wenn gerade kein Verbraucher (wie Lampe, Radiowecker, etc.) in Betrieb genommen wird. Mit dem Abschalten des letzten Verbrauchers trennt der Netzfreischalter automatisch den angeschlossenen Gebäudebereich vom Netz. Nur Nulleiter und Erdung bleiben ständig angeschlossen. Solange danach kein Verbraucher eingeschaltet ist, bleibt der geschützte Stromkreis vom Netz abgeschaltet. Fließt kein Strom, entsteht kein elektromagnetisches Feld (vgl. Teil 1 des Berichts). Beim Einschalten eines Verbrauchers mit einem Mindeststrom von ca. 10 mA stellt das Relais die Verbindung zum Netz wieder her. Netzfreischalter bieten sich vor allem für die Nachinstallation in Schlaf- und Kinderzimmern an. Schlafplätze kontrollieren Um einem Störfeld auszuweichen, so regen mittlerweile erfreulicherweise auch Mediziner an, gelte es Schlafstellen im Hinblick auf mögliche Strahlungen zu kontrollieren, um dann, falls erforderlich, den Schlafplatz zu wechseln, damit ein gesunder, erholsamerer Schlaf erreicht wird. Ein erfahrener Rutengänger kann hier sicherlich mit der Wünschelrute wertvolle Hilfe leisten. Erwähnenswert ist auch ein Verfahren, das zwei Stuttgarter Mediziner auf der Basis der kinesiologischen Austestung entwickelt haben. Hierbei muss der Austester noch nicht einmal vor Ort sein, um ein Störfeld im Wohn- und Schlafbereich herauszufinden. Und dennoch kann auf Entfernung exakt festgestellt werden, um wieviel Zentimeter z. B. das Bett verschoben werden muss. (Siehe auch Grenzenlos 6/2001: Krankheiten sanft wegschmelzen, d. Red.) Abschirmmatten sollen es dem Nutzer ermöglichen, Wasseradern und Erdbelastungen am Schlafplatz abzuschirmen. Wo ein Schlafraum nicht gewechselt werden kann und weil Erdstrahlen sich - je nach Witterung - um bis zu 6 Meter im Raum verlagern können, werden mitunter Abschirmmatten aus Mineralfasern eingesetzt, die Strahlen abhalten sollen. Die Wirkungsdauer solcher Matten ist mit etwa sieben bis acht Jahren angegeben. Sie werden entweder unter die Matratze oder direkt unter das Bettlaken gelegt. Gegenfrequenzen Hierbei handelt es sich um eine Methode, die den Frequenzen von Störfeldern mit Gegenfrequenzen begegnen, welche die Störfelder aufheben. Dazu wird zunächst ein Immuntest an den Hausbewohnern durchgeführt, der den Zustand der Epiphyse analysiert: Die Testperson berührt mit dem Mittelfinger der einen Hand nacheinander spezielle Ampullen, mit der anderen Hand ein Testgerät, den Bio-Tensor. Die gemessenen Werte geben Auskunft über den persönlichen Zustand der Testperson und erlauben damit Rückschlüsse über die Einwirkung möglicher Störfelder. Deren Aufspüren erfolgt danach mit Hilfe eines Strahlungs-Testsatzes. Finden sich Störungen, so wird an geeigneter Stelle ein spezieller Frequenzträger angebracht, der die Frequenzen des Störfelds durch eigene Gegenfrequenzen neutralisiert. Die Wirksamkeit des Eingriffes wird durch Nachtests sichergestellt: Nach einer Dauer von etwa drei Wochen wird der Immuntest mit den Personen wiederholt, um zu screenen, inwieweit sich die Werte verbessert haben. Meine langjährige Erfahrung in diesen Bereichen hat gezeigt, dass ein Gerät gegen alle Störfelder nicht ausreicht. Das liegt daran, dass die Gegebenheiten vor Ort immer unterschiedliche Ursachen und Belastungsstärken haben, insofern als lokale Einzelsituation zu analysieren sind. Erst das ermöglicht es, individuell zielgerichtet gegen Beeinträchtigungen durch Strahlungsbeeinflussung eingreifen zu können.
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