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Mehr als nur „Stoff“ für das
tägliche Brot Warum Getreidegräser aus Weizen und Gerste zu Eckpfeilern für ein gesundes Leben werden können von Birgit Acker
Im Grund genommen sind das alles notwendige Eckpfeiler für ein gesundes Leben. Wertvolle Inhaltsstoffe Wie wertvoll die Gräser sind, ist auch aus den Analysen der Inhaltsstoffe zu ersehen. So hat z.B. Weizengras mit ca. 24 % mehr als acht mal (8x) soviel Eiweiß wie Kuhmilch und doppelt so viel wie Hühnereier. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang auch, dass pflanzliches Eiweiß, so genannte Polypeptide, vom menschlichen Organismus wesentlich besser verstoffwechselt werden können. Ernährungsphysiologisch sind die Gräser mit ca. 45 % Anteil den Kohlehydraten zuzuordnen. Ein Blick auf die Aminosäuren zeigt eine ausgeglichene Präsenz aller acht essentiellen Eiweißbausteine, die vom Körper nicht hergestellt werden können, sondern über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Fehlen diese Aminosäuren in unserer Ernährung ist der Körper nicht in der Lage einen Teil der notwendigen stofflichen Prozesse durchzuführen. Gräser versorgen uns mit einem Reichtum an Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen, die der normale Industriebürger in seiner raffinierten und „verfeinerten“ Nahrung nicht mehr in ausreichender Menge erhält, dafür aber um so mehr für sein Wohlbefinden und die Aufrechterhaltung seiner elementaren Körperfunktionen dringend benötigt. Medizinisch nachgewiesen Dr. Earp-Thomas vom Bloomingfield Laboratorium in New Jersey hat über hundert wertvolle Lebensstoffe im Weizengras nachgewiesen. Darunter 13 Vitamine, 20 leicht aufnehmbare Eiweißbausteine (Aminosäuren), 14 lebenswichtige Mineralien und eine Vielzahl von Spurenelementen. Neben den Vitaminen A, C, E, K und den Nervenvitaminen der B-Gruppe ist sogar das sehr seltene B12 enthalten. Besonders zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang das Chlorophyll, das mit ca. 10 µg/g verglichen mit Werten von anderen Pflanzen reichlich vertreten ist. Chlorophyll ist mehr als nur ein wichtiger Inhaltsstoff, es ist der Schlüssel zum Leben und Basis unserer biologischen Existenz schlechthin. Betrachten wir z.B. den komplexen Vorgang der Atmung bei den Lebewesen und den entsprechenden, ebenfalls vergleichbar komplizierten Prozess der Photosynthese bei den Pflanzen so stellen wir fest, dass beide Prozesse voneinander abhängig sind. Das Einatmen von Sauerstoff und Ausatmen von Kohlendioxid bei den Lebewesen entspricht dem “Einatmen” von Kohlendioxid und “Ausatmen” von Sauerstoff bei den Pflanzen.
Gräser und Cholesterin Getreidegras kann eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Cholesterinspiegels spielen. Die Säuren, die wir mit der Nahrung aufnehmen werden durch die Anwesenheit von Gras besser verstoffwechselt und neutralisiert, so dass der Kalziumabbau in den Gefäßen und die damit verbundene Cholesterinausschüttung reduziert wird. Entschlackung Wer beginnt, Gräser in seinen Speiseplan einzubinden, löst Schlacken aus den Depots bzw. schwemmt diese über Leber, Nieren und Blase aus. Anfangs kann es zu einer größeren Belastung der Entgiftungsorgane und damit verbunden zu Unwohlsein, Hautausschlägen oder anderen Reinigungsreaktionen des Körpers kommen. Dann ist es ratsam, die Verzehrmengen zu verringern, um den Entgiftungsprozess zu verlangsamen. Danach kann die Menge bewusst und vorsichtig entsprechend der Situation gesteigert werden. Gewinnung der Grasprodukte Hochwertige Grasprodukte werden aus kontrolliert biologisch angebautem, langsam wachsendem Winterweizen bzw. Wintergerste gewonnen. Die reduzierten Temperaturen über die Wintermonate lassen die Gräser sehr langsam wachsen. Sie bilden dabei ein dichteres und tiefer greifendes Wurzelwerk aus und ziehen Mineralien und wertvolle Spurenelemente aus der Erde. Ca. 200 Tage nach der Aussaat werden die Spitzen der 15 - 20 cm langen Gräser zum Zeitpunkt ihrer maximalen Nährstoffkonzentration (bevor der Halm zu sprießen beginnt) geerntet und sofort in einem schonenden Verfahren zu Pulver, Extrakt oder Tabletten verarbeitet. Die wertvollen Inhaltsstoffe sollen dabei weitestgehend erhalten bleiben. Empfehlung für den täglichen Bedarf 2 - 3 x täglich ½ - 1 Teelöffel Graspulver in 150-200 ml kohlensäurefreiem Wasser, Tee oder Obstsaft auflösen und möglichst vor den Mahlzeiten trinken. 2 -3 x täglich 3 - 5 Tabletten mit reichlich Wasser, Tee oder Obstsaft möglichst vor den Mahlzeiten schlucken. Durch Lutschen der Tabletten werden die Inhaltsstoffe vorfermentiert und können vom Organismus noch besser aufgenommen werden. Nach Bedarf kann bei Kuranwendungen die Dosierung individuell verändert werden (zu beachten sind dabei jedoch die Entgiftungsreaktionen des Körpers). Auf jeden Fall sollte ein erfahrener Arzt und/oder Heilpraktiker vor der Einnahme um Rat gefragt werden. Was ist für wen gut? Weizengras regt den Nervus sympathicus an und mobilisiert somit die Adrenalinproduktion. Es verleiht Energie und Tatkraft. Es kann z.B. den morgendlichen Kaffee ersetzen. Gerstengras regt den Nervus parasympathicus an. Es wirkt beruhigend und entspannend. Es bietet sich z.B. an für stressgeplagte Menschen, bei Schlafstörungen, Hyperaktivität u.ä.. Ein ”Morgenmuffel” wird sich daher mehr zum Weizengras hingezogen fühlen, während der ”Frühaufsteher” zum beruhigenden Gerstengras greift. Menschen, die immer eine Weile brauchen um in die Gänge zu kommen benötigen im allgemeinen Weizengras, während impulsive und tatkräftige Menschen Gerstengras bevorzugen. Auf den Punkt gebracht bedeutet dies, dass der Phlegmatiker Weizen-, der Choleriker Gerstengras einnehmen sollte. Getreidegräser sind keine Arzneimittel
Literaturhinweise Nele Jürgens, Vital und gesund mit Weizengras; Compact-Verlag, Barbara Simonsohn, Gerstengrassaft - Verjüngungselixier und naturgesunder Power-Drink; Windpferd-Verlag
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