| Hyperaktive Kinder -
Was tun?
Ganzheitliche Ansätze
statt Psychopille Ritalin von Greta Hessel Schon 1844 gab es ihn, den Zappelphilipp. Der Psychiater Dr. Heinrich Hoffmann aus Frankfurt wusste, von was er schrieb, denn er verfasste die bekannte Geschichte vom Struwwelpeter für seinen Sohn, weil er kein geeignetes Bilderbuch fand.
Große therapeutische Ratlosigkeit schon damals. Das hyperaktive Kind ist keine Erscheinung unserer Zeit, jedoch ist die Anzahl dieser Kinder seit 1986 überdimensional angestiegen. Nach Schätzungen des Berliner Verbandes der Kinder- und Jugendpsychiater gibt es in Deutschland fast 1 Million Kinder mit ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) HKS (Hyperkinetisches Syndrom), und ADHD (Attention Deficit Hyperactivity Disorder-Aufmerksamkeitsstörung mit und ohne Hyperaktivität), so die wissenschaftlichen Bezeichnungen. Mit 95% Sicherheit gehen die Wissenschaftler davon aus, dass ADS genetisch bedingt, eine Stoffwechselstörung darstellt und nicht heilbar ist. Jedoch genaue Ursachen sind noch nicht erforscht. Keine Lösung: Ritalin die "Psychopille" Die Kinder driften häufig weg, sind leicht ablenkbar, das Anfangen fällt ihnen schwer, sie unterliegen Stimmungsschwankungen, sind kritikempfindlich und haben eine geringe Toleranzgrenze. Sie können Zeit schlecht einhalten und brauchen 8-10 mal mehr Zeit als normale Kinder. Sie haben aber einen extremen Gerechtigkeitssinn, sind sehr hilfsbereit, übersensibel, sehen sich selbst ständig im Zentrum und sind oft hochintelligent. Die Folgen sind schlechte Schulleistungen, genervte Eltern, Lehrer und Erzieherinnen, die Aggressivität und auch Gewalttätigkeit der Kinder nimmt zu. Schlussendlich landen hochbegabte Kinder in den Sonderschulen. Ein Teufelskreis beginnt, der im normalen Praxisalltag nur noch mit Ritalin unterbrochen werden kann, damit die Kinder überhaupt noch am Unterricht teilnehmen können. Doch das Medikament bringt keine Heilung, sondern kann nur eine Voraussetzung dafür schaffen, dass der ADS Patient sein Verhalten ändern kann, für Stunden. Ritalin aber ist eine rezeptpflichtige Psychopille, die wie Morphium und dessen Derivate unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. In der Wirkung mit Kokain vergleichbar. Die Nebenwirkungen sind: Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit und Magenbeschwerden, sowie Übererregbarkeit, Müdigkeit, Traurigkeit, Ängstlichkeit, Gewichtsverlust und Kopfschmerzen. Die Absatzzahlen von Ritalin sind drastisch angestiegen von 1995 bis 1999 um mehr als das Vierzigfache, von 0,7 Millionen Tabletten auf 31 Millionen Tabletten. In Amerika nehmen bereits 200 000 Kinder zwischen 2-4 Jahren Ritalin. Die Bundesdrogenbeauftragte Caspers-Merk hat jetzt die Bundesärztekammer eingeschaltet, um die Verschreibung der Pillen einzudämmen. Ritalin beeinflusst den Stoffwechsel des Gehirns. Hyperaktive Kinder leiden nämlich, so die gängige Theorie an einer Stoffwechselstörung im Gehirn. In den Hirnregionen, in denen Aufmerksamkeit und Bewegung gesteuert werden, fehlt der Botenstoff Dopamin. Folglich ist die Datenverarbeitung im Gehirn gestört. Warum das aber so ist, haben die Forscher noch nicht entschlüsselt. Ebenso wenig wissen sie, was bei der Einnahme von Ritalin im Gehirn passiert und warum man die meist hyperaktiven Kinder mit einem aufpuschenden Mittel so weit beruhigen kann, dass sie dem Unterricht folgen und für einige Stunden angemessen funktionieren können. Die Hamburger Schulbehörde hat einen Arbeitskreis (Kinder mit ADS) ins Leben gerufen. Sie wollen einen Leitfaden erarbeiten, mit dessen Hilfe Eltern und Lehrer herausfinden können, welche Kinder an ADS leiden. ADS selbst ist schwer zu diagnostizieren. Die aufwendigen Magnetresonanzaufzeichnungen des Gehirnstoffwechsels, mit denen amerikanische Forscher das Fehlen von Dopamin nachgewiesen haben, ist in der kinderärztlichen und kinderpsychologischen Realität nicht möglich. ADS ist ein unscharfes Störungsbild. Zum einen zeigen alle Kinder im Laufe ihrer Schulkarriere über längere oder kürzere Zeitspannen Symptome wie Unaufmerksamkeit, Verträumtheit oder Sprunghaftigkeit und gleichen damit aber auch den störenden Verhaltensweisen von Kindern mit sozialer oder individueller Schädigung. Die ganzheitliche Sichtweise Zum neubiologischen Erklärungsversuch der Schulmedizin gibt es im einen komplett konträren Standpunkt, der von ganzheitlichen orientierten Therapeuten aus dem Bereich der Komplementärmedizin eingenommen wird. Sie gehen davon aus, dass aufmerksamkeits-gestörte Kinder keinen Mangel haben, sondern eine besondere Begabung, die in der Schule nicht gewürdigt wird bzw. wurde. Die Fähigkeit dieser Kinder, alle Reize gleich stark wahrzunehmen und alles mit allem zu verknüpfen, berge ein ungeheures Potential an Kreativität. Man muss es nur zu nutzen wissen. Tests haben festgestellt, dass Kinder, die durch ihre Hyperaktivität in die Sonderschulen gekommen sind, auffällig hohe IQ haben. Dr. med. Karl Hermes aus Duisburg hat hervorragende Erfolge bei der Behandlung von hyperaktiven Kindern mit Hilfe der Bicom-Bioresonanztherapie erwirkt. Er hat in seiner Praxis 109 hyperaktive Kinder erfolgreich behandelt. (89 Jungen und 20 Mädchen im Alter von 4-15 Jahren) Nach seiner Erfahrung fehlen den Kindern 1.) bestimmte Vitalstoffe. 2.) besteht ein Überangebot von störenden Stoffen, wie Phosphat, Zucker, Farb- und Konservierungsstoffen. Eine der größten Gefahren für unsere Gesundheit geht von unserem viel zu hohen Zuckerkonsum aus. Hoher Zuckerkonsum führt fast unvermeidlich zu unkontrollierten Blutzuckerschwankungen und am Ende zu Insulin-Resistenz, einer weit verbreiteten Stoffwechselstörung. Chrom ist ein Mikronähstoff, der für unseren Körper essentiell ist. Leider ist die Chromversorgung über die Nahrung unzulänglich. Wenn unser Körper zu wenig Chrom hat, wächst unser Verlangen nach Zucker, aber je mehr Zucker wir essen, desto mehr werden unsere körpereigenen Chromvorräte erschöpft. Das erklärt, warum Kinder Süßes wollen und brauchen und gleichzeitig auch im Defizit sind. Hypoglykämie (Unterzuckerung) führt gleichzeitig auch zur Hyperaktivität. 3.) gibt es Erkrankungen, die überzufällig häufig das hyperkinetische Syndrom begleiten, wie Neurodermitis, Allergien, Darmmykosen und Amalgambelastungen. Obwohl die Kinder selbst noch kein Amalgam in den Zähnen aufweisen, sind sie durch die Mutter schon oft belastet. 4.) existieren Rahmenbedingungen, die ein bestehendes, hyperkinetisches Syndrom in seiner Ausprägung verschlimmern. 5.) besteht ein bislang noch nicht näher definierter, essentieller Faktor. Dazu Dr. med. Karl Hermes: "Die Schulmedizin spricht von einem essentiellen ätiologischen Faktor, wenn sie ihn zwar für obligat hält, ihn aber nicht kennt. Ich möchte mir nicht anmaßen diesen Faktor zu kennen, oder ihn naturwissenschaftlich exakt beschreibenden zu können. können. Jedoch habe ich im Laufe meiner ärztlichen Tätigkeit so etwas wie ein intuitives Model entwickelt. Bei den hyperaktiven Kindern kämpfen zwei Fraktionen im Zentralnervensystem miteinander: eine bremsende und eine beschleunigende. Und die bremsende Fraktion unterliegt, d.h. die beschleunigenden Impulse im Zentralnervensystem obsiegen. Die Wirksamkeit der Ritalin-Therapie stützt mein Modell: Ritalin ist ein zentrales Analeptikum. Von der formalen Logik aus gesehen, müsste ein Analeptikum, also ein Medikament, welches zentralnervös stimuliert, ein hyperaktives Kind noch hyperaktiver machen. Da die gegenteilige Wirkung hiervon jedoch eintritt, kann die logische Erklärung nur so sein, dass in dem Modell der bremsenden und beschleunigenden Fraktionen die bremsende Fraktion stärker aktiviert wird und so jetzt die Überhand über die schon krankheitsbedingt übermäßig aktivierte beschleunigende Fraktion bekommt. Neuere anatomische und physiologische Vorstellungen von der Funktionsweise unseres Zentralnervensystems scheinen dieses Modell zu bestätigen. Auf ein sehr ursprüngliches, bioresonanzmedizinisches Modell übertragen, bedeutet dies, dass möglicherweise Schwingungen zu schwach, zu stark, oder gestört vorhanden sein können. Sollte nun etwa die Bioresonanztherapie in der Lage sein, den essentiellen Faktor auszuschalten oder wenigstens zu bremsen, ohne dass hierbei notwendigerweise dieser exakt definiert werden kann? Ob ich nun mit dieser Theorie richtig oder falsch liege, die Ergebnisse jedenfalls waren hervorragend." "Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt ist", so Dr. med. Karl Hermes weiter, "die Schuldgefühle der Eltern abzubauen. Denn diesen wird aus ihrer Umgebung suggeriert, dass die Hyperaktivität ihrer Kinder, Folge einer verfehlten oder falschen Erziehung sei. Das ist umso belastender für die Eltern, als das sie erfahren haben, dass mit erzieherischen Maßnahmen alleine diesem Krankheitsbild nicht beizukommen ist. Ein von Härte geprägter Erziehungsstil wirkt sich sogar ausgesprochen kontraproduktiv auf den Zappelphilipp aus. Die Kinder brauchen viel Liebe, Zuwendung und Annahme."
Literaturhinweise
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