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Therapie mit Klangschalen
Sanfte Massage für unsere Körperzellen Die Klangmassage nach Peter Hess® erfährt als ganzheitliche Entspannungsmethode vielfältige Anwendung – vom Wellnessbereich bis hin zur Heilpädagogik von Lutz Döring-Linke (Teil 2)
Zellmassage für den Körper Mit einem einprägsamen Bild beschreibt Peter Hess die Wirkung von Klängen auf den Körper: „Lässt man einen Stein in einen Teich fallen, so entstehen konzentrische Wellen, die sich über den gesamten Teich ausbreiten. Jedes Molekül des Wassers wird auf diese Weise in Bewegung versetzt. Ähnliches geschieht bei der Klangmassage in unserem Körper, der ja zu etwa 80 Prozent aus Wasser besteht. Die wohltuenden Schwingungen übertragen sich auf den Körper und breiten sich dort in konzentrischen Wellen aus: eine wohltuende Massage für jede der über 100 Billionen Zellen im Körper – eine Zellmassage.“ Wer gesund ist, wird durch die Klangmassage in der Entwicklung innerer Harmonie gefördert und energetisch gestärkt für die Aufgaben des Alltags. Kreativität und Schaffenskraft erhalten neue Impulse. Bei körperlichen, seelischen und geistigen Problemen hilft die Klangmassage, frei zu werden von den Beschwerden, die alltäglicher Stress, Sorgen und Ängste bewirken.
Wellness und Kosmetik Innere Gelassenheit, Selbstbewusstheit und Gesundheit bestimmen wesentlich die Ausstrahlung eines Menschen. Die Klangmassage bewirkt Wohlbefinden und Schönheit, die von innen kommt. Als Methode zur Entspannung und Gesunderhaltung ist die Klangmassage daher hervorragend geeignet zur Anwendung in Kosmetik und Wellness. Inzwischen bieten Friseur- und Kosmetiksalons die Klangmassage zur Entspannung an, und in zahlreichen Wellness-Hotels ist sie fester Bestandteil des Angebots. So „erobert“ gerade der in der Klangmassage nach Peter Hess ausgebildete Josef Aschenbrenner das Zellertal im Bayerischen Wald. In vier Hotels seiner Umgebung bietet er den Gästen das „Entspannungserlebnis Klangmassage“ an. Die Hotelgäste haben vorab die Möglichkeit, sich auf den Internet-Seiten von Josef Aschenbrenner ein Bild von der Klangmassage zu machen – und zu buchen ( www.josefs-klangmassage.de ). „Mein Ziel ist es“, so Josef Aschenbrenner, „dass gute Hotels in meiner Gegend die Klangmassage anbieten. Dabei geht es ja nicht nur um Wellness, sondern um echte Gesundheitsvorsorge.“ Maria-Rosa Vogt ist seit fünfzehn Jahren selbständige Friseurmeisterin. Ihren Salon „Haar & Sein“ führt sie in der Gemeinde Sulz in Vorarlberg/Österreich. Nach ihrer Ausbildung in der Klangmassage machte sie ihre Kunden auf die neue Wellness-Behandlung mit Klangschalen aufmerksam. Langsam aber sicher wurden zuerst Damen, mittlerweile auch Herren, neugierig auf das Angebot. Im Friseursalon werden nun spezielle Haarbäder durch den Klang der Klanschale abgerundet, Hand- und Nagelpflege enden mit einer Klangmassage für die Hände. „Der Klang zog seine Kreise“, berichtet Maria-Rosa Vogt, „und ich richtete zwei Stockwerke über dem Friseursalon einen Klangraum ein. Meinen Kunden biete ich jetzt Ganzkörper-Klangmassagen mit Edelsteinen und Düften an. Einmal pro Monat trifft sich eine kleine Gruppe zu Meditation und Klangreise.“ Inzwischen hat sich auch wirtschaftlicher Erfolg eingestellt, und der Friseursalon ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden.
Arbeit mit behinderten Menschen Seit elf Jahren arbeitet die Sozialpädagogin Manuela Kainz mit Menschen, die mit geistiger oder mehrfach schwerster Behinderung leben. Nach der Ausbildung in der Klangmassage nach Peter Hess sind die Klangschalen zu einem wichtigen und unentbehrlichen Begleiter in ihrer beruflichen Tätigkeit geworden. Vertiefen konnte sie ihre Erfahrungen in der zweijährigen Weiterbildung „Klangpädagogik nach Peter Hess“. Manuela Kainz berichtet über ihre Arbeit in einem heilpädagogischen Förderzentrum: „Vor zwei Monaten hatte ich die Möglichkeit, Klangarbeit für eine Gruppe von fünf Jungen (davon zwei mit Down-Syndrom, ein autistischer Junge und zwei geistig behinderte Buben) in Anwesenheit ihrer Eltern anzubieten. Während ich gemeinsam mit den Kindern in der Mitte eines kleinen Turnsaals rund um viele Klangschalen saß, hatten sich die Eltern auf einer Bank am Rande des Raumes ein Plätzchen gesucht. Stück für Stück wurden die Klangschalen erforscht. Mir war dabei wichtig, dass möglichst alle Sinne angesprochen wurden. Das Erleben einer Klangmassage erfordert kein intellektuelles Verstehen, was besonders in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung von hohem Wert ist. Klang wurde gehört und gespürt, Klangschwingungen wurden im Wasser sichtbar und „greifbar“ gemacht. Die Kinder hatten enormen Spaß an dem Angebot und waren sehr kreativ im Umgang mit dem Material. Wenn ich eine Übung vorschlug, erklärte ich sie immer vorher. Bei der Umsetzung zeigte sich dann, ob die Information in passender Weise aufgenommen werden konnte, und ansonsten stand ich stets in unterstützender Weise zur Verfügung. Immer wieder stelle ich fest, dass für Menschen mit Behinderung die Körpererfahrung eine große Rolle spielt. Aus diesem Grund arbeite ich mit den vibrierenden Schalen bei Bedarf auch gerne an Mund, Lippen, Nase – was nicht nur intensives sinnliches Erleben ermöglicht, sondern zusätzlich immer Spaß macht. Im zweiten Teil stand dann Entspannung auf dem Programm. Jedes Kind hatte die Möglichkeit, sich hinzulegen und je nach Wunsch eine oder mehrere Schalen am Körper zu spüren – und sich dabei zu entspannen. Es war einfach fantastisch, wie sich die Jungen auf dieses Angebot einließen. Während sich einer entspannte, saßen die anderen und beobachteten. Auch in der Beobachterrolle waren sie fasziniert von den klingenden Schalen und nahmen aufmerksam teil. Christoph, ein Junge mit autistischen Zügen, lag so friedvoll und entspannt da, dass seine Mutter aufstand und ganz nahe kam, um ihren Sohn genau betrachten zu können. Besonders interessant waren für mich die Reaktionen von Christian, einem Jungen mit Down Syndrom. Er konnte gar nicht genug davon bekommen und meinte, dass das für seine Mama auch etwas sei. Für ihn war es ein optimales Angebot, um sich richtig zu entspannen. Er schlief fast ein, obwohl er so viele Zuschauer hatte. Dieser Nachmittag wurde für mich, und ich glaube auch für alle anderen, zu einem unvergesslichen Erlebnis. Noch nie hatte ich eine so lebendige, kreative und fröhliche Gruppe von Kindern mit Behinderung erlebt, die über einen Zeitraum von zwei Stunden völlig aufmerksam und präsent waren. Eine Gruppe, die mich immer wieder zum Lachen brachte und den Tag in einem ganz besonders strahlenden Licht erscheinen ließ.“
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