Wunderfrucht Noni

Ein Saft der alles schafft ?

Mediziner, Heilpraktiker und Verbraucher berichten über positive gesundheitliche Auswirkungen

von Roland Häke

Indische Maulbeere, Noni, Nono, Polynesische Buschfrucht, Nhau, Schmerztöter-Baum, Große Morinda, Kura, Bumbo, Käsefrucht – nur eine kleine Auswahl von Namensgebungen für den in weiten Teilen der Erde anzutreffenden eher unscheinbaren Strauch mit dem lateinischen Namen Morinda Citrifolia. Und mindestens genau so vielfältig sollen die überaus positiven Auswirkungen auf unsere, die menschliche Gesundheit sein. Dabei ist Noni nichts neues – seit über 2000 Jahren wird diese Wunderfrucht von traditionellen polynesischen Heilern verwendet, um gesundheitliche Störungen anzugehen (siehe auch: Grenzenlos Februar 2000, Die Wunderfrucht der Götter; Grenzenlos September 2003, Heilfrucht aus der Südsee). Nachdem der Vertrieb des Noni-Saftes als Lebensmittel bisher verboten war, kommt nun Bewegung in die Branche: Die amerikanische Firma Tahition Noni International erhielt von der zuständigen EU-Kommission aus Brüssel die Genehmigung zum offiziellen Verkauf ihrer Produkte. Für den Verbraucher stellt sich die Frage: Was bewirkt der Saft der Morinda Citrifolia wirklich und ist er sein Geld (1 Liter soll zwischen 40 und ca. 60 Euro kosten) auch wert? Wir haben uns bei Medizinern, Heilpraktikern und Verbrauchern umgehört.

Nachdem sich er sich über die Noni-Frucht und ihren Saft informiert hatte, probierte Dr. med. Arthur Dahlbüdding *** aus Schwelm den Saft aus dem Maulbeerstrauch. Er gab auf Anfrage die entsprechenden Informationen an Patienten weiter, die den Mediziner um Rat baten, was sie denn zur „Verbesserung ihrer Krankheitsbilder“ tun könnten.

Dr. Dahlbüdding: „Bei etlichen Krankheitsbildern habe ich eine deutliche Verbesserung, in einigen Fällen sogar eine völlige Beschwerdefreiheit und ein Einsparen von Medikamenten beobachtet“. Vor allem bei chronischen Krankheiten sei dies der Fall gewesen. So habe eine Patientin, die seit zwölf Jahren wegen chronischen Atemwegserkrankungen in seiner Behandlung war, nach regelmäßigem Trinken des Noni-Saftes die Asthma-Sprays absetzen können.  

Ein anderer Fall: Eine Frau mit einer entzündlichen Darmerkrankung musste bis zu zwölf Mal pro Tag die Toilette aufsuchen. „Bereits nach einigen Tagen, nachdem sie den Fruchtsaft trank... hatte sie nur noch einmal täglich Stuhlgang“, so der Allgemeinmediziner und Chirurg aus Schwelm. Patienten, die Arthur Dahlbüdding „seit Jahren“ wegen ihrer Ekzeme – aufgrund einer Mischinfektion mit Pilzen und Bakterien, vor allem im Fußbereich – behandelte, sollen nach dem Genuss des Noni-Saftes, „nicht selten schon nach 14 Tagen“, von diesen Hautausschlägen befreit gewesen sein.

Auch in der Naturheilpraxis von Armin Daheim*** in Wiesbaden wird fleißig Noni-Saft getrunken. Der Heilpraktiker mit dem Schwerpunktgebiet „genetisch-synergetische Psycho-Kinesiologie“ will damit an „Informationen“ in den Zellen über Ursachen von Blockaden und Störungen im menschlichen Organismus herankommen. „Beim gesunden Menschen“, so Armin Daheim, „fließen diese Informationen schnell und frei. Beim erkrankten Menschen ist dieser Zellaustausch mehr oder weniger stark blockiert“. Noni verbessere, davon ist der Naturheilkundler überzeugt, die Funktionen der Körperzellen. Seiner Erfahrung nach „scheint der Saft in seiner Zusammensetzung über eine ideale Nährstoff-Kombination und biophysikalische  Zellschlüssel zu verfügen, um Körperzellen.... zu regenerieren. Der Heilpraktiker nennt weitere Eigenschaften des Saftes aus der Morinda citrifolia: Das Produkt wirke reinigend, entschlackend und entgiftend und gleichzeitig trügen die Inhaltsstoffe mit dazu bei, dass – wie oben erwähnt – „auf der geistig-seelischen Ebene durch die Freigabe der Informationen“ es möglich sei, bisher „unerlöste seelische Konflikte ausfindig zu machen“.

Irmtraud Roszak-Daheim ***, die Ehefrau des Heilpraktikers sieht die Noni-Frucht als „ganzheitlichen Entwicklungshelfer“. Ebenfalls ausgebildet in Psychokinesiologie vermutet sie, dass „die Noni-Frucht etwas ‚Besonderes’ hat, das nicht nur direkt in die Körperzelle, sondern auch in das Zellbewusstsein“ hineinwirke.

„Die Menschen erleben unter anderem, dass durch regelmäßiges Trinken des Saftes gestaute Gefühle aus ihnen herauszubrechen scheinen. Die über viele Jahre unterdrückten Emotionen wie Traurigkeit, Wut und Angst. Aber auch Freude und Leichtigkeit, das Verstehen und Fühlen des eigenen Selbst, der eigenen wert- und machtvollen Kräfte und Ressourcen werden plötzlich deutlicher bewusst“. Wen wundert es, wenn Frau Roszak-Daheim abschließend feststellt: „Der Saft der Noni-Frucht ist für mich und für andere Menschen ein wahres Geschenk der Natur“.

Armin Daheim und Irmtraud Roszak-Daheim

Auf die in der Noni-Frucht enthaltenden Enzyme Proxeronin und Proxeronase sowie auf das Alkaloid Xeronin und deren Bedeutung für die Erneuerung unserer 60 Billionen Körperzellen erinnert die Heilpraktikerin Suliko Schreckenbach *** aus dem saarländischen Homburg.

Frau Schreckenbach berichtet von einem ihrer Patienten, der – 63-jährig – über massive Rückenschmerzen und Taubheitsgefühl im rechten Arm klagte. Der Rentenantrag war schon gestellt, als er nach der mehrwöchiger  Einnahme von Noni-Saft  Befreiung von den Beschwerden vermelden konnte. Seine Sportfreunde – der Mann ist aktiver Radsportler – rieben sich verwundert die Augen, als ihr Teamkollege mit dem Fahrrad zur gemeinsamen Tour erschien....

Sicher auch ein „Fan“ des Noni-Fruchtsaftes ist die 43-jährige Frau, von der Suliko Schreckenbach ebenfalls zu berichten weiß: „Ausgestattet“ mit einer Amalgamvergiftung und einer seit 20 Jahren bestehenden Nasennebenhöhlenentzündung begann diese Patientin den Saft der enzym- und vitaminhaltigen „Wunderfrucht“ zu trinken. Nach nur 4 Wochen habe der Körper zu entgiften begonnen. Die Nase sondert Eiterklumpen und Schleim ab, Schweiß, Urin und Stuhl riechen extrem stark. Zwei Noni-Einnahme-Wochen später scheidet die Frau zum ersten Mal seit Jahren klaren Urin aus, verspürt das gute Gefühl einer starken Entgiftung und Reinigung.  

Suliko Schreckenbach

Während eines Arbeitsaufenthaltes in Jakarta (Indonesien) lernte Prof. Dr. Horst Tscheuschner, Dresden, die Noni-Frucht kennen. Wieder zurück in Deutschland begegnete im der Noni-Saft wieder. Für den Lebensmittelwissenschaftler, der sich nach eigenen Worten „ziemlich fit fühlt“, brachte der regelmäßige Verzehr des Fruchtsaftes positive Veränderungen im Bereich Gesundheit und Wohlbefinden: Er merkte „bereits nach wenigen Tagen eine deutliche Verbesserung meines Tiefschlafes, eine intensive Durchblutung meines Körpers, ein ausgeglichenes mentales Wohlgefühl und eine spürbare Leistungssteigerung“.   Dazu verschwanden Muskel- und Gliederschmerzen nach seinem sportlichen Training recht rasch. Prof. Tscheuschner sieht – neben dem „reichlichen Gehalt an natürlichen Vitalstoffen“ der Noni-Frucht – die Wirksamkeit vor allem im extrem hohen Gehalt an ProXeronin und Scopoletin. Diese Stoffe sorgten „für eine bessere Durchblutung bei gleichzeitiger Senkung eines hohen Blutdruckes, ermöglichen durch Erweiterung der Zellporen eine intensivere Entschlackung und Nährstoffzufuhr“ und würden so den Stoffwechsel verbessern und dadurch die Selbstheilungskräfte des Körpers „enorm unterstützen“.     

Hinweis: *** Die beschriebenen Wirkungen ergaben sich nach dem Verzehr von Noni-Saft der Firma Tahitian Noni International

Evi Wagner, 60, aus Felsberg bei Kassel nimmt seit 4 Jahren den so genannten Noni-Abtropfsaft eines zur Zeit in der EU noch nicht zugelassenen Herstellers. Im Gegensatz zu dem Herstellungsverfahren von Tahitian Noni International, wo die Früchte zu Saft gepresst werden, werden sie beim Abtropfsaft nach der Ernte mehrere Wochen gelagert, bis sich das Fruchtfleisch verflüssigt hat. Die Frucht platzt dann auf und der Saft tropft in bereitstehenden Auffangbehältnisse.

Frau Wagner litt seit ihrer Kindheit unter chronischen Darm- und Verdauungsbeschwerden. Dazu kamen Kopfschmerzen, die sich zu richtigen Migräne-Attacken ausweiteten. Dabei ernährte sich die in der physiotherapeutischen Praxis ihres Mannes angestellte Frau einfach nur mit einer wie sie sagt „gesunden Mischkost“. Nachdem sie täglich 30 ml von dem Noni-Saft trinkt, seien all diese chronischen Beschwerden verschwunden.

Auch der „zugegeben scheußliche Geschmack“ des reinen, ohne Zusatz sonstiger Fruchtsäfte versehenen Produkts kann Evi Wagner nicht von dem regelmäßigen Verzehr abhalten. Ebenso wenig schreckt sie der Liter-Preis von zwischen 40 und 59 Euro (je nach Hersteller und Bezugsart) ab. Die von ihr zuvor verwendeten Arzneimittel auf  Natur- oder homöopathischer Basis seien “zum Teil viel teuerer” gewesen, so Frau Wagner.

Vielleicht können so Vertrieb und Verzehr des Fruchtsaftes der Morinda citrifolia dazu beitragen, dass einzelne Menschen ihre ganz persönlichen Kosten im Gesundheitswesen senken – auch eine Möglichkeit zu „reformieren“.