Das Aus für Gefäßerkrankungen?

Wirkstoff OPC dient nachweislich der Gesundheit

und Gesunderhaltung des menschlichen Adersystems

von Hendrik Hannes

Man schrieb das Jahr 1534 als etwa 100 Seeleute zu einer Expedition in Kanada landeten. Begleitet wurden sie von der alten Seefahrerkrankheit Skorbut. Kaum angekommen starben binnen kürzester Zeit 25 Seeleute an dieser Krankheit. Sie verbluteten innerlich wie auch äußerlich, da wegen des erheblichen Vitamin C Mangels Kollagen und Elastin zerfielen. Die Folge: Das Adersystem löste sich langsam auf. 15 weitere Seeleute waren in einer ebenfalls sehr kritischen Lage, als sie Kontakt zu einem Inuit-Indianer (Ureinwohner Nordkanadas) aufnahmen. Dieser zeigte den unbedarften Seeleuten, wie sie einen Sud aus der Rinde und den Nadeln einer speziellen Pinienart, die sie "Anneda" nannten, zubereiten sollen. Es dauerte keine Woche bis sich die Todgewähnten wieder erholten, bis sie wieder vollkommen hergestellt waren. Sogar die damals unheilbare Syphilis, mit der einer der Seeleute akut infiziert war wich der Kraft des Pinien-Suds. Obwohl diese Geschichte einer christlichen Wunderheilung sehr nahe kam, versank die Gesundheitsmagie der Pinie über mehr als 400 Jahre in einen Dornröschenschlaf. Es dauerte noch weitere 50 Jahre bis die Anneda-Heilkraft an die Tore einer neuzeitlichen Gesellschaft klopfte um sich in seiner wundersamen Fülle vorzustellen.

  • Was ist OPC ?

OPC steht für Oligomere Proanthocyanidine. Es handelt sich dabei um Flavonoide, der Hauptgruppe aller Pflanzenfarbstoffe die man auch mit Vitamin P oder einfach nur Bioflavonoide bezeichnet. Dabei werden mit Proanthocy- anidinen vor allem farblose Pflanzenfarbstoffe zusammen- gefasst. Bereits 1910 befasste sich der Deutsche Nobelpreisträger für Medizin, Albrecht Kossel, mit dem kompliziert verästelten Substanzen aus dieser Stoffgruppe, die mehr als 4000 bekannte Stoffe unter sich sammeln, die in verschiedene Untergruppen aufgeteilt sind. Er differenzierte zwischen primären und sekundären Pflanzenstoffen (SPS).

Sind die primären Pflanzenstoffe unabdingbare Komponenten für die Existenz einer Zelle, so haben die sekundären zwar keine existentielle Bedeutung, dafür aber wichtige Funktionen im Leben der Pflanzen. Sie fangen beispielsweise kurzwellige Strahlungen ab, schützen die Pflanze vor mikrobiellen aber auch tierischen Schädlingen und leisten wertvolle Beiträge bei der Fortpflanzung der Pflanze. Zu diesen sekundären Pflanzenstoffen gehört auch das OPC. Die Flavonoiduntergruppe, in der OPC beheimatet ist, nennt man Flavanole. Von ihnen behauptet man, dass sie von allen Flavonoid Untergruppen diejenige ist, die freie Radikale am effizientesten fängt. OPC kann aber noch viel mehr.

  • Vom Mastfutter zum Gesundheitssegen

Entdeckt wurde OPC 1947 vom Französischen Pharmakologen Prof. Dr. Jack Masquelier. Ursprünglich sollte er die hauchdünne Haut der Erdnuss daraufhin untersuchen, ob sich diese wegen ihres Eiweißgehaltes zu einem Mastmittel für die Viehzucht eignen würde. Dabei stieß er auf eine auffallende Substanz die seine Aufmerksamkeit erregte, nämlich OPC.

Aus weiterführenden Forschungen wurde unglaubliches zu Tage gefördert. Er fand heraus, dass OPC etwa 20 mal stärker als Vitamin C und nahezu 50 mal stärker als Vitamin E wirkt. Verblüffend ist auch die Tatsache, dass Vitamin C in Verbindung mit OPC seine Wirkung deutlich verstärkt. Im Gleichgewicht befindet man sich, so der Vitamin-Papst Earl Midell, wenn man je 500 mg Vitamin C mindestens 100 mg Bioflavonoide zu sich nimmt.

  • OPC - ein universeller Heiler

Der Wirkstoff OPC hat ein immens breites Wirkungsspektrum. Hauptsächlich erstreckt sich die Wirkung jedoch auf die Gesundheit und Gesunderhaltung des menschlichen Adersystems. OPC und Vitamin C haben maßgeblichen Anteil an der Kollagenbildung und Verarbeitung. Das Gerüstprotein kommt vor allem im Bindegewebe, in Sehnen, Bändern, Knorpel, Knochen, Zahnbein, Muskeln, Blut- und Lymphgefäßen vor. So ist es leicht nachvollziehbar, dass eine ausreichende Zufuhr des wichtigen Struktureiweißes von großer Bedeutung für den guten oder schlechten Gesundheitsstatus ist.

Ganz wichtig ist auch die Rolle des OPC als "echter" Radikalenfänger, der die aggressiven Sauerstoffverbindungen nicht nur einfängt, sondern in ein Chelat mit Übergangsmetallen einbindet, bis sie absorbiert werden. OPC sorgt also dafür, dass das Adersystem gesund bleibt und schützt damit vor allen Symptomen koronarer oder venöser "Erkrankungen", die im eigentlichen Sinne keine typische Krankheit sind sondern vielmehr Vitalstoffmangelerscheinungen.

Übrigens findet man Procyanidine auch in hohem Maße in Weißdornblüten, Blätter und Früchten. In der heimischen Volksmedizin ist Weißdorn das bewährte Mittel bei Herz-/Kreislaufproblemen. OPC findet man hauptsächlich in wirkungsaktiven Mengen in verschiedenen Gemüsesorten und dort in den essbaren Aussenbereichen, die leider allzu häufig in den Kompost wandern.

Mein Tipp: Im Grüntee kommen Flavanole in ausreichender Menge vor. Konzentriert hingegen findet man OPC in den äußeren Bereichen von Obstkernen (vor allem Traubenkernen) und Baumrinden (Pinienarten sind besonders reichhaltig).

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Der Autor Hendrik Hannes hat sich spezialisiert auf südamerikanische Pflanzenheilkunde. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, das alte Regenwaldwissen aufzubereiten und vor allem in Deutschland unter die Menschen zu bringen, die von der Gesundheitskraft der Regenwaldflora profitieren können. Seine Frau betreibt in München einen Versandhandel während er selbst als Gesundheits- und Suchtberater sowie Präventologe tätig ist.

Kontaktadresse: Hendrik Hannes, Kreiller Str. 65, 81673 München, Tel. 089-43529288.