OPC – Segen für die Menschheit

„Reparaturmittel“ für unsere Zellen

von Hans-Dieter Schmidt

 

Man schreibt das Jahr 1945: Europa liegt in Schutt und Asche, die Menschen befreien  sich aus der Umklammerung des 2. Weltkrieges, die Wunden sind tief ! Der junge  Bio-Chemie-Student Jaques Masquelier macht sich Sorgen um sein Volk und möchte mit all seiner Kraft und seinen Fähigkeiten dazu beitragen,  die Agonie zu überwinden. Er sitzt über seinen Studien  und arbeitet an seiner Dissertation, als er auf die Idee kommt die Reste der Erdnüsse näher zu untersuchen die nach der Öl-Extraktion übriggeblieben waren und bislang an das Vieh verfüttert wurden. Masquelier dachte daran, die Erdnussreste in dieser schlechten Zeit den Menschen zum Nutzen aufzubereiten. Die Zeit der großen Erfindungen und Entdeckungen des 19ten und 20ten Jahrhunderts schienen schon gemacht zu sein und so ahnte der junge Student auch nicht, dass er wenige Jahre später, am 12.Juli 1948, in dem Häutchen, das die Erdnuss umgibt, mehr zufällig einen Stoff entdecken würde, der heute zum Segen der Menschheit eingesetzt wird. 

Den hohen Wert dieses Stoffes, den wir heute als Oligomere Procyanidine kennen, der auch als Oligomere Proanthocyanidie oder Procyanidole kurz OPC bekannt ist, kannten die Urvölker schon lange und machten ihn sich zu nutze.

In diesem Zusammenhang ist die Geschichte des Entdeckers und Seefahrers Jack Cartier (1491-1557), der als der Begründer des französischen Kolonialreiches in Nordamerika gilt, bekannt. Cartier segelte im Jahr 1534/35 den St.Lorenz Strom hinauf,  um Vorräte aufzunehmen, als seine Expedition vom Wintereinbruch überrascht wurde und festlag.

Die Franzosen, die man damals schon als zivilisationsgeschädigt bezeichnen konnte, waren recht hilflos, als sie durch einseitige Ernährung reihenweise der gefürchteten Skorbut-Krankheit zum Opfer fielen. So bedurfte es der Hilfe der einheimischen Indianer, um dem Tode zu entrinnen: Die Schamanen dieses Urvolkes zeigten Cartier, wie man aus der Rinde und den Nadeln des Anneda-Baumes (einer Pinienart) ein Heilmittel  bereitet und retteten so ihn und seine Crew vor dem sicheren Tod durch Skorbut (inneres und äußeres Verbluten durch Zellverfall). Wie bekannt, konnten sich die Indianer leider selbst vor der schlimmen Seuche des Kolonialismus und der Missionierung nicht schützen. So wurden uralte Traditionen und Bräuche im Namen der Habgier und des Christentums vernichtet. 

Bei seinen Forschungen stieß der junge Jacques Masquelier später immer wieder auf einen Stoff aus der Gruppe der Polyphenole, den er nicht erklären konnte, der so aber seinen Forscherdrang immer wieder antrieb. Masquelier fand einen Pholypenol-Pflanzenfarbstoff aus dem Bereich der Flavonoide, dem er einen eigenen Namen gab: „Pycgnogenole“. Er ordnete ihn in eine Untergruppe der Flavonoide ein.

Diese Flavonolen zeigen markant ganz andere Eigenschaften als die Flavonoide. Durch Forschungen an lebenden Meer- schweinchen (in Vivio) konnte Masquelier nachweisen, dass der Stoff, den er im Reagenzglas (in Vitro) isolierte, phantastische Eigenschaften besitzt um die Kapillarresistenz (der Widerstand der Blutkapillaren gegen den Innendruck und damit gegen das Austreten der Blutbetsandteile) zu erhöhen.

Der Grund hierfür liegt in der Eigenschaft des OPC die Kollagenfasern des Gewebes zu reparieren und nachhaltig zu verstärken. Wieder Jahre später: Prof. Dr. Jacques Masquelier vergleicht in einem Vortrag am 18.10.1996 in Baltimore diese OPC-Eigenschaft mit der Reparatur einer Leiter, der mehrere Sprossen fehlen und somit instabil ist. Das OPC „repariert“, unterstützt die Bildung der Kollagenfasern (Leitersprossen) und stabilisiert somit das Gewebe.  

Für uns heißt das im Klartext: Hilfe bei vielen unserer zivilisatorischen Leiden, die durch denaturierte Nahrung und unsere stressbetonte Lebensweise ausgelöst werden - z.B. Herz und Kreislauferkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriosklerose u.s.w.). Immerhin wird diesen Krankheiten in den so genannten hochzivilisierten Ländern heute schon jeder zweite Todesfall zugeschrieben.  Masquelier führte in seinem Vortrag ein prägnantes Beispiel einer Bauersfrau aus dem Andenhochland an: Deren Gesicht trug typische Zeichen eines Kollagenzerfalls: Man glaubte, einen uralten Menschen vor sich zu haben. Dabei sind diese Menschen oft noch nicht einmal 50 Jahre alt und müssen diesen körperlichen Verfall hinnehmen, der durch die extreme UV-Strahlung und somit den beschleunigten Zerfall der Kollagenfasern ausgelöst wird. Fehlende Nahrungsmittel die mit entsprechenden Zellschutzfaktoren ausgestattet sind tragen ebenfalls mit dazu bei.

Doch Jacques Masquelier fand noch mehr heraus: Er konnte nachweisen, dass OPC eine hohe Bioverfügbarkeit hat. Das heißt, der Stoff gelangt sehr schnell über die Darmwand in den Blutkreislauf und passiert die Blut-Hirnschranke. So kann OPC  im ganzen Körper an allen Zellen seine Wirkung entfalten.

Die ist längst nicht bei allen uns angebotenen Nahrungsergänzungsmitteln, die mit hoher Bioverfügbarkeit werben, selbstverständlich. Die hohe Wirkung von OPC als Fänger der unerwünschten freien Radikalen wies Masquelier in einem Selbstversuch nach: Er applizierte sich DPPH (Diphenyl-Picryl-Hydrazyl), ein freies Radikal, auf die Haut. Die eintretende starke Reaktion konnte er mit OPC neutralisieren. Nach all den Forschungsarbeiten kann man die überaus positive Wirkung von OPC wie folgt zusammenfassen:

  • OPC ist ein mächtiges Antioxydanz,

  • OPC stärkt die Blutgefäße, 

  • OPC reguliert den Stoffwechsel,

  • OPC ist eine Breitspektrum Nahrungsergänzung mit vielen weiteren Eigenschaften. 

Wie schon erwähnt, wurde OPC aus der Erdnusshaut extrahiert. Als jedoch die Lieferanten die Nüsse geschält ohne Häutchen anlieferten, versiegte diese OPC-Quelle und man musste neue Quellen erschließen. Wie oben ausgeführt, ist OPC ein Polyphenol und kommt in nahezu allen Pflanzen vor. Jedoch nicht in ausreichender Konzentration um kommerziellen Nutzen daraus zu ziehen. So kam man letztendlich im wahrsten Sinn des Wortes auf den Kern. Nämlich den der Weintraube, deren Rest beim Keltern reichlich zur Verfügung steht und  - der Schöpfer sei gepriesen -  der jede Menge OPC enthält. Hieraus erklärt sich auch das als „French Paradox“ bekannte Phänomen, dass die Rotwein trinkenden (in mäßiger aber regelmäßiger Form) Menschen im Durchschnitt gesünder älter werden lässt. 

OPC kommt heute demnach vorwiegend als Traubenkernextrakt bzw. als Traubenextrakt auf den Markt. Als präventive OPC-Dosis geht man von 1-2 mg pro kg Körpergewicht pro Tag aus. Diese Dosis kann bei entsprechenden Krankheiten bis zu 400 mg pro Tag gesteigert werden. Bei den uns heute bekannten Wirkungen des OPC im Zellschutz (18x stärker als Vitamin C und 40 x stärker als Vitamin E) und beim Stoffwechsel, spricht man mit Recht vom Vitamin P, das im Terminus der Fachwelt immer mehr akzeptiert wird. Wunder jedoch mag es sicher nur dann zu verbringen, wenn wir Menschen begreifen, dass unser Leben ein ganzheitliches ist. OPC kann uns hierbei ein mächtiger Helfer sein.

Der Autor Hans-Dieter Schmidt betreibt mit seiner Frau in Gerlingen bei Stuttgart den Brigitte-Versand „Spezialitäten zum Wohle der Gesundheit“ und sieht seine Arbeit als Nahrungsergänzungs- und Gesundheitsberater “sowohl in der Prävention als auch im akuten Bereich”.

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