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Strukturelle Körpertherapie Beweglichkeit neu erfahren Damit Körperarbeit
nicht zum “Reparaturbetrieb” verkommt: von Erich von Derschatta & Herbert Grassmann Die Strukturelle Körpertherapie (SKT) ist eine ganzheitliche Therapieform, die Körper und Psyche zum Gegenstand hat und zahlreiche Indikationen aus beiden Bereichen erfolgreich zu behandeln erlaubt. Ihre Begründer, Erich von Derschatta und Herbert Grassmann entwickelten mit der SKT eine Vision der menschlichen Aufrichtung und Integrität, die über den psychosomatischen Prozess der Mensch-Werdung hinausgehen soll. Wer kennt nicht das Unwohlsein und die Schmerzen, wenn wir den ganzen Tag vor dem Computer sitzen oder anstrengende körperliche Arbeit verrichten. Die Ursache vieler dieser Probleme sind Fehlhaltungen, d.h. Haltungen die nicht ökonomisch und daher anstrengend sind. Wir fühlen uns nicht im Lot, erleben uns schwer, belastet bis hin zu depressiven Stimmungen. Umgekehrt beschert uns ein Liebeserlebnis, eine erfolgreiche Begegnung nicht nur einen Zuwachs an Lebensenergie, wir bewegen uns auch beschwingt und manchmal “auf Wolke Sieben“ in der Welt. Unmerklich richten wir uns zu unserer “wirklichen” Größe auf, Rücken und Nacken gestreckt, Brust leicht “geschwellt” und dennoch mit “beiden Beinen auf dem Boden”. Über lange Jahre entwickeln wir unser unverwechselbares Haltungsmuster und damit verwoben unseren Charakter. Gewohnheiten brauchen wir zum Überleben, sie engen uns aber auch ein und besitzen dadurch Macht über unsere Vorstellungen und Träume.
Bei dem Erlernen von Fähigkeiten wie zum Beispiel die der menschlichen Aufrichtung kommt dem Körpergedächtnis eine besondere Bedeutung zu. Jede Bewegung wird von unserem Körper sensorisch aufgezeichnet. Bei jeder neuen Bewegung werden Körpererinnerungen miteinander verglichen und in muskuläre Tätigkeit übertragen. Mit der Zeit bilden sich musterhafte Gewohnheiten, die wir auch als Haltung kennen. In Beziehung: Innere und äußere Aufrichtung Als wir 1993 das “Institut für Strukturelle Körpertherapie” gründeten, hatten wir verschiedene Ausbildungen auf dem Gebiet der Köperarbeit und Psychotherapie durchlaufen. In der Praxis stießen wir dabei immer wieder an die Grenzen sowohl der reinen Körperarbeit, die zum Reparaturbetrieb zu verkommen drohte, als auch der Psychotherapie, die oft über Vermittlung von Einsichten nicht wesentlich hinauskam. Eine wirkliche Intergration von Körperarbeit und Psychotherapie tat not. Arbeit am Körper musste daher eine Arbeit mit dem Ganzen Menschen sein. Der Ausgangspunkt für diese Körpertherapie ist die Struktur unseres menschlichen Körpers. “Struktur” definieren wir als “gewohnheitsmäßig, nicht willentlich veränderbare Form”, die unser Körper über die Jahrzehnte hinweg annimmt. In dieser “Struktur” manifestieren sich vielerlei Einflüsse, angefangen von Erbanlagen, lebensgeschichtlichen Dauerbelastungen, Traumata, Unfällen etc. Wir ahmen nach, imitieren unbewusst die Haltungen unserer Eltern, Lehrer, Idole und damit auch der gesellschaftlichen Trends und Moden. In dieser “Struktur” haben wir auch alle unsere charakterlichen Züge und Eigenheiten eingewoben, mit denen wir uns schützen und von seelischen Schmerzen abzuschotten gelernt haben. Und nicht zuletzt ist diese gewachsene Form unseres Daseins den ständigen und unsichtbaren Einflüssen der Schwerkraft unterworfen, jener 90 Grad zur Erdoberfläche wirkenden Kraft, die uns auf der Erde hält. Oft wird dabei übersehen, dass die Erdanziehung für uns nicht nur eine Herausforderung darstellt, sondern dass sie uns auch unterstützen und nähren kann. Den körperlichen Ausdruck wahrnehmen
Die Behandlung auf der Massageliege Anatomisch wird die “Struktur” des Menschen vor allem durch das Bindegewebe, speziell den “Faszien” gebildet, einer gallertartigen, fasrigen Substanz. Neben den Knochen, Muskeln und Sehnen verbindet gerade das “Binde”-gewebe, dieses “Organ der Form”, wie Ida Rolf es genannt hat, die einzelnen Körperteile zu einem einheitlichen interdependenten Ganzen. Es ist auch der Mittler zwischen “Körper und Seele”. Eine Behandlung auf der breiten Massageliege beginnt oft mit einer vorsichtigen Kontaktaufnahme. Eine achtsame Berührung oder ein sanfter Massagestrich den Nacken hinauf erlaubt unserer Klientin, sich ein wenig zu entspannen und mit unseren Händen vertraut zu werden.
Individueller Tanz zwischen Körper und Seele Durch das einfühlsam unterstützende Gespräch begleitet der Strukturelle Körpertherapeut die Körperarbeit, unterstützt den Ausdruck von bislang nicht integrierten Gefühlen und ermöglicht die Überprüfung einschränkender Glaubenssätze aus der Kindheit. So erlaubt jedes gelebte Gefühl ein Stück mehr “Aufrichtigkeit” und Wahrhaftigkeit. Durch die Arbeit an den Faszien mit Hilfe von Griffen und Strichen, wie sie in der Strukturellen Körpertherapie üblich sind, kann diese Aufrichtung unmittelbar erfahren und auch von außen bemerkt werden. Die Aufrichtung wirkt somit auf die seelische und energetische Befindlichkeit zurück. Transformation negativer Glaubenssätze Diese intensive Körperarbeit kann fast ohne Worte in einer meditativen Trance zwischen Behandler und Behandeltem stattfinden. Es kann sich jedoch auch eine lebendige therapeutische Interaktion entwickeln. Dabei greifen wir Gefühls- und Stimmungsänderungen, die durch die Bindegewebsmassage ausgelöst werden, verbal auf, spiegeln sie unseren Klienten zurück. In den verkürzten Bindegewebsschichten sind oft schmerzhafte Erlebnisse aus der Kindheit oder traumatische Schockzustände gespeichert, die jetzt zu Tage treten. Wir vertiefen den emotionalen Ausdruck, suchen gemeinsam nach mehr Informationen und den tieferen Bedeutungen eines Ausdrucks. Bei entwicklungsgeschichtlichen Themen sind es die Glaubenssätze ( z.B. „Ich bin nicht liebenswert“), die nach einer Transformation rufen.Bei einem traumatischen Geschehen ist es oft wichtig, die eingefrorenen Impulse (Flucht, Angriff) auf der körperlichen Ebene zu Ende zu führen und dadurch zu integrieren. In den verkürzten Bindegewebsschichten sind oft schmerzhafte Erlebnisse aus der Kindheit oder traumatische Schockzustände gespeichert, die jetzt zu Tage treten. Wir vertiefen den emotionalen Ausdruck, suchen gemeinsam nach mehr Informationen und den tieferen Bedeutungen eines Ausdrucks. Bei entwicklungsgeschichtlichen Themen sind es die Glaubenssätze ( z.B. „Ich bin nicht liebenswert“), die nach einer Transformation rufen. Bei einem traumatischen Geschehen ist es oft wichtig, die eingefrorenen Impulse (Flucht, Angriff) auf der körperlichen Ebene zu Ende zu führen und dadurch zu integrieren. In den verkürzten Bindegewebsschichten sind oft schmerzhafte Erlebnisse aus der Kindheit oder traumatische Schockzustände gespeichert, die jetzt zu Tage treten. Wir vertiefen den emotionalen Ausdruck, suchen gemeinsam nach mehr Informationen und den tieferen Bedeutungen eines Ausdrucks. Bei entwicklungsgeschichtlichen Themen sind es die Glaubenssätze ( z.B. „Ich bin nicht liebenswert“), die nach einer Transformation rufen. Bei einem traumatischen Geschehen ist es oft wichtig, die eingefrorenen Impulse (Flucht, Angriff) auf der körperlichen Ebene zu Ende zu führen und dadurch zu integrieren. Wir vermitteln unserer Umwelt eine bestimmte “aufrechte” Ausstrahlung in unserem “Gang”. Auch hier geht es nicht so sehr um Funktionalität im Sinne einzelner Bewegungen, auch nicht ausschließlich um deren Verbesserung- obwohl die Strukturelle Körpertherapie durchaus eine solche detaillierte Veränderung ermöglichen kann - es geht auch hier um den Menschen in seinem lebendigen Ausdruck in der Welt. Wie er auf Menschen und Dinge zugeht, ist hier ebenso gefragt, wie seine Fähigkeit, sich “bewegen” und “anstoßen” lassen von dem, was ihm begegnet. Am Ende einer Behandlung kann sich der Klient im aufrechten Stehen oder der Bewegung im Raum neu erfahren, erstmals vielleicht die Auswirkungen der Schwerkraft positiv besetzen. Er spürt manchmal ganze Körperbereiche völlig neu, erlebt sich ganz lebendig oder im Aufwachen begriffen. In solchen Momenten können Menschen tiefere spirituelle Erfahrungen machen. Sie erleben sich dann sowohl mit der Erde als auch mit dem Himmel in tiefer Verbindung. Durch die bewußte Wiederholung von Bewegungen können neue Programme verankert werden. Manchmal entstehen daraus Angebote für den Alltag in Form von “Hausaufgaben” oder Übungen. Auf jeden Fall: Neues kann leicht(er) beginnen.
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