Jahres-Serie

Astromedizin  -  „Landkarte der menschlichen Seele“

Der Schütze - Wenn eine Laus über seine Leber läuft...
von Heide Trautmann

Mit der vorliegenden Grenzenlos-Ausgabe beschließen wir nicht nur das Jahr 2004.
Es schließt sich auch der Tierkreis unserer Jahresserie „Astromedizin“. Die Autorin Heide Trautmann, Heilpraktikerin und Astrologin in Homburg/Saar, bringt uns im letzten Teil unserer Jahresserie das Sternzeichen „Schütze“ näher und erklärt, worauf die unter diesem Zeichen Geborenen aus astromediziner Sicht achten sollten.

Die Sonne bewegt sich in der Zeit vom 21. November bis 21. Dezember 2004 durch das Sternzeichen Schütze. Dem Schützen wird in der Astromedizin das Organ Leber mit seiner  Fettstoffwechsel- und Entgiftungsfunktion zugeordnet. Der Planet Jupiter „regiert“ über das Sternzeichen Schütze.  Jupiter ist der größte Planet unseres Sonnensystems. Analog dazu ist die Leber unser größtes Organ. Vertrauen und Fülle sind wichtige Grundprinzipien des Schützen. Entsprechend lassen sich die Krankheitsdispositionen ableiten: Ist der Mensch zu sehr mit der materiellen Ebene identifiziert, leidet er unter Körperfülle. Zu üppiges, fettes Essen vergrößert auf Dauer die Leber.

Die Spannung zu den Sternzeichen Jungfrau und Fische zeigen weitere Zusammenhänge bei der Entstehung von gesundheitlichen Störungen. Das Schütze- Prinzip strebt nach Expansion und Selbstverwirklichung. Sicherheitsbedürfnis, Perfektionismus und Überanpassung des jungfraubetonten Menschen hemmen diese Entwicklung. Der unterschwellige Ärger über die unterdrückten Gefühle und Bedürfnisse sammelt sich in der Leber und lässt sie anschwellen. Wie der Volksmund schon sagt, ist einem verärgerten Menschen eine Laus über die Leber gelaufen oder die Galle läuft über. Gallensteine sind eine häufige und typische Ausformung bei Frauen, die das Jungfrau-Prinzip in Form der gering geschätzten Hausfrauenarbeit unter Verzicht vieler eigener Bedürfnisse leben und den Ärger darüber als Gallensteine manifestieren.

In meiner Praxis habe ich einen Zusammenhang von Saturn und Chiron-Aspekten zum Schützen beobachtet. Die Patienten konnten innere Fülle nicht annehmen, sich nichts gönnen  und zeigten analog dazu eine Fettunverträglichkeit.  Die Spannung zum Tierkreiszeichen Fische zeigt eine weitere Variante der Krankheitsentstehung. Der fischbetonte Mensch geht Konflikten lieber aus dem Weg und verdrängt deshalb seinen Ärger. Dieser Ausweichmechanismus mündet mitunter in Suchtverhalten. Der Mensch betäubt sich oder ertränkt seinen Ärger im Alkohol. Leberstörungen bis hin zur Zirrhose sind die drastischsten Folgen.

Nun zur zweiten wesentlichen Problematik aus astromedizinischer Sicht.

Der Schütze strebt nach einer Weltanschauung mit Toleranz und Integrität aller möglichen Polaritäten. Sein Prinzip innerhalb der Persönlichkeitsentwicklung will Dualität – insbesondere die des gegenüberliegenden Zeichens Zwillinge - überwinden. Das führt häufig dazu, dass sich der Schütze mit einem schon zwanghaften Positivismus nicht mit den problematischen Seiten des Lebens konfrontieren will. Speziell die Konfrontation mit den eigenen Schattenanteilen durch seine  Mitmenschen mag der Schütze gar nicht so, zumal er selbst etwas zum Lehrmeister neigt. Auf diese lästigen Konfrontationen reagiert der Schütze mit einer Galoppbewegung in die Ferne, auf und davon.

So wird der kompensatorische Schütze durch Sportverletzungen, insbesondere durch Beschwerden des Ischias, an seiner Flucht gehindert. Der Nervenschmerz zwingt ihn zum Innehalten und reflektieren. Viele Schützen, insbesondere Menschen mit Aszendent Schütze, neigen ohnehin zu sportlicher Betätigung.

Rhythmische Bewegung , insbesondere der Hüften, zu Klängen fremder Kulturen wirkt harmonisierend und vorbeugend auf  Hüften und Oberschenkel. Auch der tägliche Spaziergang im Wald mit einem Hund bringt schützebetonten Menschen Ausgleich. Schütze- Kinder brauchen ähnlich wie Jungpferde eine lange Leine und viel Freiraum für Endeckungsreisen. Das therapeutische Reiten und der Umgang mit Pferden bringen gerade behinderten Kindern beachtliche fördernde Erfahrungen und Entwicklungsmöglichkeiten. Auf der seelisch-geistigen Ebene ist es sehr wichtig, Askese und Schuldgefühle zu überwinden, um das Leben in seiner ganzen Fülle anzunehmen. Dazu gehört nicht nur, sich angenehme Erfahrungen zu gönnen. Es hat mit einem inneren Selbstwert zu tun, mit positiven Erfahrungen und Erkenntnissen, mit innerer Erfüllung. Das ist die Vollendung und somit Heilung des Schütze- Prinzips.

Heide Trautmann, seit 1982 Ausbildung in klassischer Astrologie auf psychologischer Grundlage und Astromedizin. Seit 1989 Ausbildung in klassischer Homöopathie. Seit 1996 als Heilpraktikerin in Homburg/Saar tätig. Ihr Beratungs- und Dozentenschwerpunkt liegt in der Synthese von Astromedizin und klassischer Homöopathie. Seit 2000 leitet Heide Trautmann eine Ausbildungsreihe „Klassische Homöopathie in Theorie und Praxis.

Kontaktadresse: Heide Trautmann, La Baule Platz 10, D-66424 Homburg,
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