Die Abenteuer von „Amazon John“

Wie ein amerikanischer Schatzsucher mit dem lukrativen Vertrieb von wildwachsenden Heilkräutern das bislang erfolgreichste Projekt zur Rettung des tropischen Regenwaldes schuf.

Von Ingomar Schwelz

Es war ein schwül-heisser Nachmittag am Ufer des Rio Ucayali als John Easterling mit seinem Leben abgeschlossen hatte. Hier am Oberlauf des Amazonas brach er 1988 nach wochenlanger strapaziöser Reise erschöpft mit einem Anfall von Dschungelfieber zusammen. „In der sengenden Hitze fror und schwitzte ich abwechselnd“, erzählt der Abenteurer, dessen Körper bereits zuvor jahrelang von einer Gelbsucht schwer angeschlagen war.

„Amazon John“ nennen die Ureinwohner den Mann, der schon seit vielen Jahren durch die riesigen Dschungelgebiete streifte – immer auf der Suche nach Profit versprechenden Kunstschätzen und Antiquitäten der Indianer. Am liebsten hätte der Mann aus Florida untergegangene Inka-Städte und Schätze voller Gold entdeckt. Schon als Schüler hatte er vom unermesslichen Reichtum Amazo- niens geträumt. Seinen Lebensunterhalt verdiente er schließlich durch den Handel mit Edelsteinen und Schmuck.

Doch nicht Pretiosen, sondern botanische Juwelen brachten den schwerkranken John Easterling nach seiner Fieberattacke wieder auf die Beine. Schamanen des in Ecuador beheimateten Shipibo-Stammes gaben ihm Tee aus Wildkräutern mit klingenden Namen wie Una de Gato oder Chanca Piedra zu trinken. „Es war der Wendepunkt in meinem Leben“, sagt Easterling heute.

 

Bild links: John Easterling, der Gründer von Amazon Herb mit frischen Maca-Wurzeln.
Rechtes Bild: Easterling mit einem Schamanen der Shipibo-Indianer

Weil die Urkraft der Natur nicht nur das Dschungelfieber, sondern auch seine Geldsucht kurierte, begann „Amazon John“ einen florierenden Handel mit den exotischen Nahrungs- und Heilpflanzen Amazoniens auf die Beine zu stellen. Daraus sollte sich im Laufe der folgenden 15 Jahre das wohl erfolgreichste Projekt zur Erhaltung des vom Aussterben bedrohten Regenwaldes entwickeln.

Die Nachfrage von ganzheitlich eingestellten Ärzten und Patienten aus aller Welt nach den „Wunder-Kräutern“ der Amazonas-Indianer war bald kaum noch zu befriedigen. Der moderne „Indiana Jones“ erkannte schnell, dass der „wahre Schatz des Regenwaldes dessen eigenen lebensspendenden Eigenschaften“ sind. In dem unermesslich reichen Öko-System, wo auf einem Quadratkilometer mehr Baum.- und Vogelarten zuhause sind als auf der gesamten Fläche Europas, zirkuliert die Lebensenergie in Reinform wie sonst nirgendwo auf der Erde.

Easterling dämmerte es, dass die heilende Pflanzen-Power bislang der Menschheit deshalb nicht vollständig zur Verfügung stand, weil meistens Weiße irgendwelche Pflanzen nach gut Dünken ernten, ohne die Rhythmen der Natur zu verstehen, zu wissen wie viel, wann und von welcher Pflanze geerntet werden sollte. „Das über die Generationen gewachsene Wissen der Indianer“, erkannte Easterling, „ist in diesem Zusammenhang unersetzbar.“

So begann er die Ureinwohner „ihre“ Kräuter in vollkommener Harmonie mit dem Regenwald ernten zu lassen. So singen beispielsweise die Indianer zu den Pflanzen, wenn sie ernten und segnen sie anschließend. Danach werden die Kräuter spagyrisch verarbeitet, um ihr Wirkungspotential optimal zu entfalten. Die Effekte einer solchen ganzheitlichen Behandlungsweise sind beeindruckend: So wiesen Wissenschaftler der renommierten Harvard-Universität beispielsweise jetzt in Studien nach, dass die Wildkräuter aus dem Amazonasbecken wie Una de Gato sogar Erbschäden in den Zellen reparieren können. Der bekannte US-Forscher Dr. Julian Whitaker fand erstaunt heraus, dass bereits ein Gramm der Heilpflanze die Immunfunktion beim Menschen um 50 Prozent steigern kann.

Ob Asthma, Herzerkrankungen, Allergien, Neurodermitis, Diabetes oder Darmprobleme – die wild wachsenden Regenwaldpflanzen zeigen immer deutlicher ihre positive Wirkungen bei der ganzen Bandbreite der zivilisatorischen Erkrankungen. Forscher sind sich längst einig, dass sich im tropischen Regenwald des Amazonas das größte Reservoir an Lebensenergie auf unserem Planeten befindet.
 

Dadurch ist auch die Vitalstoffdichte der Pflanzen so hoch, wie sie in von Menschen gezüchteten Nahrungsergänzungsmitteln nie vorkommt. Ein Beispiel sind die so genannten OPC‘s, extrem stark wirkende Antioxidantien, die normalerweise aufwendig aus Traubenkernen isoliert werden müssen, weil sie in so geringer Konzentration vorkommen. Der Sangre de Drago- Baum sondert hingegen ein Harz ab, dass zu 90 Prozent aus OPC‘s besteht -eine bislang nicht gefundene, unglaubliche Konzentrationsstärke.

Beinahe jeden Tag kommen neue Forschungsergebnisse über die Wirksamkeit der Pflanzen aus der Schatzkammer der Menschheit in die medizinischen Fachblätter: So konnte Dr. Christian Drapeau, einer der führenden Experten für Wildnahrung kürzlich nachweisen, dass die Rinde des Jatoba-Baumes, der in Sumpfgebieten des Amazonas wächst, unglaublich effektiv bei Pilzerkrankungen wie Volksseuche Candida wirkt.

Die künftigen positiven Auswirkungen der Wildkräuter aus der grünen Lunge der Erde auf die weltweite Gesundheit sind nicht hoch genug anzusiedeln – denn von den rund 200.000 Pflanzenarten der ökologischen Klimax sind bisher nur sage und schreibe drei Prozent von der Wissenschaft erforscht, aber aus diesen drei Prozent stammen heute schon 40 Prozent der Medikamente auf dem Weltpharmamarkt.

Zwei Shipibo-Kinder

Damit aus den Schätzen des tropischen Paradieses nicht nur multinationale Großkonzerne Profit schlagen, kreierte John Easterling ein ebenso cleveres wie originelles Geschäfts- und Umweltschutzmodell. Für die ökologische Ernte der Wildkräuter bezahlt seine Firma AmazonHerb den Indianern einen auf die Fläche umgerechneten doppelt so hohen Preis wie die Industrien, die den Regenwald abholzen.
 
Während Goldsuche, Ölförderung und Rinderzucht – die drei Hauptgründe für die Rodung des Regenwaldes – jährlich zwischen 125 und 2.000 Euro pro Hektar einbringen, kommen über den Verkauf der immer begehrter werdenden Heilpflanzen auf dem Weltmarkt stolze 5.000 Euro zusammen. „Die indigenen Stämme verfügen nun über genügend Mittel, um über ihre Zukunft selbst zu entscheiden“, berichtet Easterling. So konnten die Ureinwohner im Laufe der letzten drei Jahre mehr als 120.000 Hektar Regenwald aufkaufen - ihren ureigensten natürlichen Lebensraum.

Inzwischen haben 17 verschiedene Stämme auf diese Weise die Rodungen auf ihren Territorien gestoppt. „Die schickten die Holzfäller einfach nach Hause“, meint Easterling cool wie „Indiana Jones“. Und die neue fruchtbare amazonische Verbindung zwischen Ökonomie und Ökologie bringt er mit dem einleuchtenden Werbeslogan auf den Punkt : „Mit jedem 25-Euro-Pflanzenprodukt, das ein Kunde erwirbt, werden mindestens fünf Quadratmeter Regenwald an die Indianer zurückgegeben“. Das größte Fest der Natur auf unserem Planeten kann weitergehen.

Ein Shipibo-Indianer beim Ernten einer Heilpflanze

 

Weitere Informationen sowie direkte Bestellmöglichkeiten gibt bei den folgenden AmazonHerb-Vertriebspartner:
22559 Hamburg: Katrin Schildt, Tel. 040-822 44 757, Katrin.Schildt@web.de , www.123101.amazonherb.net/german
56237 Nauort: Maike Jantzen, Tel. 02601-91 11 24, Jantzen.Erfolgswille@web.de , www.Jantzen.Erfolgswille.amazonherb.net/german
65203 Wiesbaden: Irmi Daheim, Tel. 0611-71 67 472, i.daheim@institut-daheim.de , www.132505.amazonherb.net/german
68199 Mannheim: HP Matthias Pfleger, Tel. 0621-83 26 352, Matthias-Pfleger@gmx.de , www.ganzheitliche-praxis.de  
oder Waltraud Steiert, Tel. 0171-9281965,
waltraud_steiert@yahoo.de

 

Der Autor
Ingomar Schwelz lebt und arbeitet in Berlin. Er hat mehr als 20 Jahre Redaktionserfahrung bei Tages- und Sonntagszeitungen und war Korrespondent für die Nachrichtenagentur Associated Press (AP). Seit 11 Jahren leitet er die Agentur RUF.
Tel. 030-3956815, office@agentur-ruf.de

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