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Grabstätten für uns Menschen unter Bäumen in so
genannten “Fried- wäldern” sind mittlerweile recht bekannt. Nun können
“Zweibeiner” ihre verstorbenen Haustiere wie Hunde oder Katzen auf
ähnliche Weise beerdigen: Das Forstamt Kusel in Rheinland/Pfalz hat vor
einigen Monaten im Nordpfälzer Bergland einen Tierfriedhof für
Kleintiere eröffnet, “Abschiedswald” genannt.

Forstoberinspektor Werner Schramm hatte die Idee und ging
- nachdem alle Formalitäten geklärt waren - auch gleich an die
Realisierung. Auf einer 3.5 Hektar großen Wiese, direkt am Waldrand,
haben inzwischen mehrere Hunde und Katzen ihre letzte Ruhestätte
gefunden. Inmitten der Natur, eingesargt und das einfach Grab mit einem
jungen Baum versehen.
Tierbesitzer können wählen, ob sie ihrem Liebling eine
Esche, Buche, Eiche, Nordmanntanne, einen Ahorn oder einen Kirschbaum
auf seinen letzten irdischen Platz pflanzen: Einen Baum zur Erinnerung,
dazu ein Holzpfahl mit einem stilisierten Namensschild. Ist dieses
verwittert, gibt es keinen Ersatz. Dann bleiben nur noch die Bäume auf
den Gräbern von “Natascha”, der Katze oder “Dusty”, dem Hund einer schon
weitgereisten amerikanischen Familie.
Auch Grenzenlos-Herausgeber Roland Häke hat seinen
Schnauzermischling “Blacky”, den er im Alter von 18 Jahren einschläfern
lassen musste, im Abschiedswald bestattet.

Ein Baum zur Erinnerung an “Blacky”: Eine junge Esche
auf dem Grab im “Abschiedswald”.
Zusammen mit seiner Frau Agnes pflanzte Häke eine
junge Esche auf das Grab. Andere Symbole, Grabschmuck oder Gedenksteine
gibt es hier nicht. “Der Abschiedswald ist ein Platz im Grünen, wo die
Natur weitgehend ihren Lauf hat”, so Werner Schramm vom Forstamt Kusel.
Im Laufe der Jahrzehnte soll sich die Wiese mit den Tiergräbern in einen
Wald verwandeln - ohne dass der Mensch eingreift.
Bestattet werden können Tiere bis 50 kg Körpergewicht.
Die Kosten für ein Begräbnis liegen zwischen 250 und 350 Euro. Das
Namensschild, der Holzsarg und das Einsargen sind im Preis ebenso
enthalten wie der Aushub des Grabes und das Wiederverfüllen mit Erde.
Den Bestand eines Grabes garantiert der Forst für mindestens 20 Jahre.
Roland Häke will noch oft den Abschiedswald besuchen
und am Grab seines langjährigen Wegbegleiters stehen. Er weiß:
irgendwann wird im Außen nur noch die Esche auf die letzte Ruhestätte
des zu Lebzeiten so quirligen Mischlings hinweisen. Ein Baum zur
Erinnerung für “Blacky”.

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Informationen über den Abschiedswald für Tiere erteilt das
Forstamt Kusel, Forstoberinspektor Werner Schramm, Tel.
06381-920740. |
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