Kolloidales Silber

Uraltes Heilmittel mit antibiotischer Wirkung

  • Breites Anwendungsspektrum.
  • Prophylaktisch und bei Akutfällen verwendbar.
  • Mit einfachen Geräten zu Hause herstellbar.
Die Industrialisierung und die zahlreichen technischen Errungenschaften der vergangenen 100 Jahre brachten es mit sich: Ein uraltes Mittel mit positiven Auswirkungen auf die Gesundheit geriet mehr und mehr in Vergessenheit. Dabei sollen bereits die alten Chinesen vor mehr als 7000 Jahren um die Heilkraft von Silber gewusst haben. Ca. 2500 vor Chr. war bekannt, dass Wasser länger trinkbar bleibt, wenn es in Silbergefäßen aufbewahrt wird. Der Volksmund sagte, dass Krankheiten erst gar nicht auftreten würden, wenn man aus einer Silbertasse trinkt.

Kolloidales Silber entsteht dann, wenn elektrisch geladene Silberteilchen in Wasser gelangen. Der Begriff „Kolloidal“ selbst wurde um die Jahrhundertwende in Amerika geprägt. Eine natürliche, für den Menschen ungiftige Silberlösung soll in der Lage sein, mehr als 650 Krankheitserreger (Bakterien, Viren, Parasiten, Pilze) zu bekämpfen.

Kolloide sind die kleinsten Teilchen, in die eine Materie zerlegt werden kann, ohne ihre jeweiligen individuellen Eigenschaften zu verlieren. Damit die elektrische Ladung möglichst lange anhält, ist es wichtig, das kolloidale Silber licht- und wärmegeschützt aufzubewahren. Allerdings ist der Kühlschrank kein guter Platz, da hier die elektrische Ladung schnell gestört wird. Seine beste Wirkung soll es innerhalb drei Monate nach seiner Produktion entfalten.

Neben den oben genannten alten und längst vergangenen Zeiten zeigt auch die jüngere Geschichte die Wirksamkeit von Silber im Gesundheitswesen auf. So erkannte der Wissenschaftler Ravelin 1869, dass Silber bereits in niedrigen Dosierungen eine antibiotische Wirkung entfaltet.

Der Leipziger Gynäkologe Carl Sigmund Franz Credé behandelte 1861 die damals bei Neugeborenen weitverbreitete Bindehautentzündung - auch vorbeugend – durch Einträufeln von Silbernitrat. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird Silber und seine antibiotische Wirkung – es gibt noch keine Kühlschränke - zum Haltbarmachen von Lebensmitteln verwendet. Eine Silbermünze in Milch gelegt, tötet die Milchsäurebakterien. Die Milch wird so nicht so schnell sauer. Renommierte Wissenschaftler untersuchen in dieser Zeit die medizinische Wirksamkeit des kolloidalen Silbers, Ergebnisse werden in Fachzeitschriften publiziert. Mit der Entdeckung des Penicillins 1928 und weiterer Antibiotika verliert das Kolloidale Silber mehr und mehr seinen hohen Stellenwert. Auch die damals hohen Herstellungskosten taten ihr übriges.

Zur Mitte des 20. Jahrhunderts wandelte sich das Bild etwas. Die Herstellung des kolloidalen Silbers wurde durch Neuerungen im chemischen und elektrotechnischen Bereich deutlich billiger und so konnte es im medizinischen Handel den Wettbewerb wieder aufnehmen. In den 70er Jahren stellte ein Arzt an der Universitätsklinik in Washington fest, dass Silber bei der Behandlung von Verbrennungen gute Ergebnisse zeigte. In der Chirurgie wird es zum unentbehrlichen Helfer, z. B. beim Abklemmen von Hirngefässen und Operationen am Schädel.

In den USA wird kolloidales Silber seit Jahren als alternatives Heilmittel in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern verkauft. Heute – wo mehr und mehr alte Heilmittel, manchmal versehen mit neuer Technologie, in den Mittelpunkt von ganzheitlichen Behandlungs- und Betrachtungsweisen rücken, erlebt kolloidales Silber auch in unseren Breitengraden eine wahre Renaissance.

Dabei wird  es nicht mehr aus pulverisiertem Silber hergestellt, vielmehr bedient man sich eines elektrischen Verfahrens, wobei wesentlich kleinere Partikel erzeugt werden können. Die entstehenden so genannten Cluster verbinden sich, auf Grund ihrer Winzigkeit und ihrer elektrischen Ladung, gut mit pathogenen Erregern und hemmen dabei die Enzyme, die für die Atmungskette der Mikroorganismen erforderlich sind. Es wird durch die Silberionen der Stoffwechsel der Keime angegriffen, nicht sie selbst direkt, so dass die Keime auch nicht durch Mutation resistent werden können.

Gerade in der heutigen Zeit, wo immer mehr multiresistente Bakterien auftreten, gegen die herkömmliche Antibiotika wenig Wirkung zeigen, ist eine Behandlung mit kolloidalem Silber eine interessante Alternative.

So wirkt kolloidales Silber

Die Anwendungsgebiete sind – wie erwähnt – vielfältig, breit gefächert. In akuten Fällen wirkt es bei Krankheiten, bei denen Pilze, Bakterien oder Viren im Spiel sind.

Also bei Infektionskrankheiten sowohl beim Menschen wie auch bei Tieren. Zu nennen sind allgemeine Hauterkrankungen wie z. B. Allergien, Akne, Furunkel, Geschwüre, Hautpilz, Herpes, Gürtelrose, Zeckenbisse, Schuppenflechte, Nesselsucht und bei Sonnenbrand.

Bei Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Arthritis, Rheuma und bei Gelenkentzündungen.

Bei Erkrankungen des Verdauungstraktes bzw. des Urogenitaltraktes: z. B. bei Durchfall, Magenschleimhautentzündungen, Ruh, chronischer Blasenentzündung, Prostataerkrankungen, Gonorrhö.

Bei Erkrankungen des Nervensystems, z. B. bei Hirnhautentzündung, Mènière (Schädigung des 8. Hirnnerves), Neurasthenie (Erschöpfungszustand).

Bei Erkrankungen der Atemwege wie z. B. Grippe, Keuchhusten, Lungenentzündung, Nasenkatarrh, Nasenschleimhautentzündung, Tuberkulose. Bei Entzündungen im oder am Auge, z. B. am Lid, an der Hornhaut oder an der Bindehaut.Andere Erkrankungen, bei denen kolloidales Silber geholfen hat: Diabetes, Blutvergiftung, Angina, Wundstarrkrampf.

Die Anwendung

Angewendet wird kolloidales Silber oral, äußerlich oder auch intravenös. Die äußerliche (kutane) Anwendung kommt bei Hauterkrankungen wie Akne, Warzen, Herpes, Fußpilz oder Verbrennungen zum Tragen.

Orale Anwendung (durch den Mund) ist bei Parasiten- und Hefepilzbefall wie auch bei Bakterien- und Virusinfektionen und bei chronischer Müdigkeit anzuraten. 

In den USA wird kolloidales Silber auch in der Tierheilkunde gezielt und effizient eingesetzt. Als Entkeimungsmittel für Zahnersatz wie auch für Kontaktlinsen ist es ebenso geeignet wie für das Konservieren von Naturheilmittel und im Kosmetikbereich. Pflanzen sollen durch Besprühen mit einer verdünnten Silberlösung von Schädlingen befreit worden sein. Durch Zusatz von Silber im Gießwasser soll die Regeneration von angegriffenen Pflanzen verbessert worden sein. In Wassertanks von Schiffen, Flugzeugen wie auch in Campingfahrzeugen wird Silber ebenso verwendet wie zum Keimfreihalten von Schwimmbädern.

Die Angaben zur Dosierung beim Menschen (aus amerikanischer Literatur entnommen) schwanken zum Teil recht erheblich. Allgemein wird von einer vollen Wirkung bei schweren Infektionen bei Einnahme von 1 bis 2 Wassergläsern (à 200 ml) täglich gesprochen.

Bei innerer Anwendung in weniger dramatischen Fällen wird in der Regel ½ bis 1 Teelöffel (bitte einen Plastiklöffel verwenden) kolloidales Silber in Wasser verschüttelt und dieses dann über den Tag verteilt getrunken. Es gibt Hinweise, wonach bei einer Dickdarmbehandlung das Silberwasser schnell zu trinken ist. Ansonsten sollte es mehr im Mund „zerkaut“ werden, damit die Wirkstoffe schon über die Mundschleimhaut aufgenommen werden können.

Aus Ärzte- und Heilpraktikerpraxen wird berichtet, dass bei Schnupfen, Mandelentzündungen oder Bindehautentzündungen mit einer Lösung gurgeln, spülen oder als Tropfen verwendet, gute Erfolge zu erzielen sind.

Bei der äußerlichen Anwendung können die betroffenen Stellen mit einem in kolloidalem Silber getränkten Lappen oder Wattebausch eingerieben werden. Natürlich kann man auch einen Verband anlegen.

Dabei kommt es natürlich immer auch auf die Konzentration des Silbers im Wasser an. Zahlreiche Heilpraktiker wie auch Ärzte stehen der Anwendung von kolloidalem Silber mittlerweile auch bei uns offen und positiv gegenüber. Sie zu konsultieren ist auf jeden Fall empfehlenswert. Auch wenn kolloidales Silber in eigener Herstellung zu Hause gewonnen wird. 

Diese Herstellung geschieht mit elektrischem Strom und den dafür auf dem Markt erhältlichen Geräten verschiedenster Bauarten. Die Bedienung ist recht einfach: Wasser wird erwärmt und in ein Trinkglas gegeben, der Generator mit der Silberelektrode wird aufgesetzt. Nach wenigen Minuten ist der Vorgang beendet und man hat frisches kolloidales Silber zu Verfügung.

Mit wenigen Gramm Silber kann so kostengünstig der Jahresbedarf an kolloidalem Silber für mehrere Personen abgedeckt werden. Die Geräte sollten so konzipiert sein, dass sie kein Kochsalz zur Herstellung der Silberlösung benötigen. Experten weisen darauf hin, dass das verwendete Silbermaterial nicht aus dünn gezogenem Silberdraht „von der Rolle“ besteht, sondern aus verdichtetem Material. Bezüglich der Qualität des zu verwendeten Wassers herrscht Uneinigkeit:

Manche Gerätehersteller verweisen darauf, dass mit ihren Generatoren kolloidales Silber sogar aus Leitungswasser herstellt werden kann. Von anderer Seite ist  zu hören, dass dies – bei recht unterschiedlicher Qualität unseres Trinkwassers -  nicht empfehlenswert sei.

Mittel ohne Nebenwirkung

Wie auch immer: Kolloidales Silber ist – wie der erfahrene Heilpraktiker Uwe Reinelt schreibt - „ein kraftvolles, natürliches, prophylaktisch und antibiotisch wirkendes Mittel ohne Nebenwirkungen zur Bekämpfung aller Infektionskrankheiten ... Es ist absolut untoxisch“.

Dazu passend der Hinweis: Kolloidales Silber ist von der als recht streng urteilenden Food und Drug Administration in den USA als Nahrungsergänzungmittel zugelassen. Dieses natürliche Antibiotikum – jetzt mit Hilfe der modernen Technik preiswert herstellbar – kann durchaus zu Recht als „zweites Immunsystem“ bezeichnet werden.