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Mit Chitosan ran an den
Speck? Naturprodukt aus Krabbenschalen soll beim Abbau von Übergewicht und bei der Gewichtskontrolle helfen. Fett aus der Nahrung wird gebunden und verlässt den Körper auf natürliche Weise. Ballaststoff der Zukunft? |
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„Ich bin
froh, dass ich kein Dicker bin, denn dick sein ist ‘ne Quälerei“,
philosophierte der Deutschrocker Marius Müller-Westernhagen vor mehreren
Jahren. Der stets schlank daherkommende Sänger hat gut reden. Er ist nicht
betroffen von einem der weitverbreitesten Leiden der Welt: der
Übergewichtigkeit. In Deutschland sollen bereits 50 Prozent der
Gesamtbevölkerung zu dick sein und die allerwenigsten der vielen
übergewichtigen Menschen sind tatsächlich glücklich und zufrieden mit
ihrer Figur, ihrem Gewicht. Auch wohl deshalb haben Diäten der
verschiedensten Geschmacksrichtungen nach wie vor und immer wieder
Hochkonjunktur, obwohl mittlerweile jeder wissen könnte, dass ein solches
„Programm“ selten zum Erfolg führt – wenn es anschließend im alten „Futter“-Trott
weitergeht.
Gewichtsreduzierung- und Kontrolle muss für den oder die Betroffene realistisch und zugleich effektiv sein. Viele Ratschläge in dieser Richtung setzen eine geänderte Lebensführung voraus, die die meisten von uns im Alltag und auf Dauer kaum und vor allem nicht sofort umsetzen können. Nun gibt es ein Produkt – Chitosan - als Nahrungsergänzung, das zwar auch keine Wunderdinge verspricht, das aber helfen soll, gegen Übergewicht sinnvoll und kontinuierlich vorzugehen. Chitosan soll auf natürliche Weise die Fettanreicherung im Körper hemmen, indem es das mit der Nahrung aufgenommenen Fett so bindet, dass es der Körper nicht absorbiert, sondern unverarbeitet wieder ausscheidet. Chitosan besitzt – und das wollen Studien nachweisen - die Fähigkeit, das 6 - 8-fache seines Eigengewichts an Fetten aufzunehmen. Das heißt: 1 g Chitosan bindet 6 - 8 g Fett. Eine Studie in Helsinki will gezeigt haben, dass Menschen die Chitosan einnahmen, ihr Körpergewicht in einer Woche im Durchschnitt um 8 Prozent verringerten. Was ist Chitosan? Chitosan wird aus Chitin gewonnen. Einem Stoff, der in zahlreichen Organismen auf natürliche Art und Weise vorkommt. So wird Nahrungsergänzungs-Chitosan aus dem Exoskeleton, also dem äußeren Chitin-Panzer von Schalentieren wie Hummer, Krebsen, Garnelen und bestimmten Krabben gewonnen. Die Schalen dieser Tiere werden dabei zu einem feinen Pulver vermahlen. Diese natürliche Substanz ist - chemisch gesehen – mit der pflanzlichen Zellulose vergleichbar. So werden Chitosan auch viele der günstigen Eigenschaften von pflanzlichen Faser- und Ballaststoffen nachgesagt, nur vermag es zusätzlich auch noch unerwünschtes Fett zu binden. Wie pflanzliche Ballaststoffe, z.B. Kleie, ist Chitosan nicht verdaulich, führt dem Organismus also keine Energie (Kalorien) zu. Das ist sicher eine wichtige Eigenschaft für jedes gewichtreduzierende Produkt. Daneben regen Ballaststoffe bekanntlich die Darmtätigkeit (Peristaltik) an. Wie arbeitet Chitosan? Chitosan soll Nahrungsfette bereits im Magen binden, bevor diese Fette eine Chance haben, in den Stoffwechsel einzugehen. Das Pulver quillt im Magen mit Hilfe des Wassers, das (sehr wichtig !) zu jeder Einnahme gehört, zu einer gelartigen Substanz. Dieses Gel fängt das Fett ein und soll so verhindern, dass es in den bereits vorhandenen „Fettdeponien“ der Gewebe abgelagert wird. Vielmehr durchläuft die Chitosan-Fettmischung die natürliche Darmpassage und wird mit dem Stuhl ausgeschieden. Chitosan - Ballaststoff der Zukunft ? Ballaststoffe besitzen unschätzbaren Wert für die menschliche Gesundheit. Auch bei einer Diät leisten Ballaststoffe unschätzbare Dienste. Nimmt man faserreiche Nahrung zu sich, kann das sowohl den Hunger reduzieren als auch die Darmbewegung antreiben (schnellere Darmpassage des Nahrungsbreis). Beide Faktoren tragen entscheidend zu einem Gewichtsverlust bei. Die Einzigartigkeit des Ballaststoffs Chitosan besteht nun darin, dass er Fett an sich binden kann. Die meisten der pflanzlichen Ballast- und Faserstoffe sind hydrophil (,,wasserfreundlich“), d.h. sie weisen Fett ab und ziehen Wasser an. Die Wirkung von Chitosan wird durch pflanzliche Ballaststoffe ideal ergänzt. Nährstoffe, die die Wirksamkeit von Chitosan noch steigern Durch bestimmte Substanzen kann die fettbindende Fähigkeit von Chitosan noch gesteigert werden. So sorgt beispielsweise Vitamin C für eine Steigerung der Bindung von Lipiden (= Oberbegriff für Fette und fettähnliche Substanzen) durch Chitosan. Klinische Studien sollen gezeigt haben, dass Chitosan zusammen mit Vitamin C zu einer noch geringeren Fettverdauung im Darm führte. Weitere Wirkungen von Chitosan Neben seiner Eigenschaft, Fett zu binden, soll Chitosan in der Lage sein, überschüssige Magensäure zu neutralisieren. Zuviel Magensäure - ein für viele Menschen unangenehmes Problem, das oft mit fragwürdigen Mittel angegangen wird. Wissenschaftliche Untersuchungen laufen z. Zt. in Bezug auf Chitosan bei Akne, zur besseren Wund- und Geschwürheilung und bei Bluthochdruck. Chitosan als Nahrungsergänzung Man sollte Chitosan nicht bei einer Schalentier-Allergie, während der Schwangerschaft oder der Stillzeit einnehmen. Ansonsten ist seine Toxizität äußerst gering und kann nachgewiesenermaßen als sicher angesehen werden. Bei Medikamentengebrauch sollte Chitosan erst nach Befragen des Arztes verwendet werden. Fettlösliche Vitamine (A, D, E und K), essentielle Fettsäuren und Arzneimittel sollten 4 Stunden vor oder nach der Aufnahme von Chitosan eingenommen werden. Bei manchen Menschen wurde nach Einnahme von Chitosan eine erhöhte Darmtätigkeit festgestellt, was jedoch bei der Gewichtsabnahme nur erwünscht sein kann. Unbedingt ist allerdings darauf achten, jeden Tag mindestens 8 Gläser (2 Liter) gutes Wasser zu trinken. Und um es ganz deutlich zu sagen: Chitosan ist kein Wundermittel für eine jugendliche Figur, schon gar nicht für eine Gewichtsreduzierung im Hauruck-Verfahren. Und wer glaubt, mit einer erhöhten Zufuhr an Chitosan seine ungesunde Ernährungsweise fortsetzen zu können und dennoch auf dem Abnehmweg zu sein, der irrt gewaltig. Ohne Disziplin, ohne eine Umstellung der Essgewohnheiten, geht nichts.
Es ist zu beachten, dass sportliche Personen häufig durch den Muskelaufbau einen BMI um bzw. über 25 haben. In diesem Fall liegt natürlich kein Übergewicht vor. Die Grade II und III sollten auf jeden Fall behandelt werden, da ein erhöhtes Risiko für Diabetes und Herzerkrankungen besteht. Experten sehen in Chitosan eine durchaus effektive Nahrungsergänzung, die erleichtern, die dazu verhelfen kann, was sonst für viele Übergewichtige entweder unerreichbar oder nur mit Produkten mit zum Teil gravierenden Nebenwirkungen machbar wäre: der Beginn einer erfolgreichen Gewichtsreduzierung und einer folgenden Gewichtskontrolle.
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