Rotklee

Hormonersatz ohne Nebenwirkungen

Der einfache Rotklee: eine wertvolle und gesunde Nahrungs- und Heilpflanze. 

Seine wirksamen Phytoöstrogene helfen u. a. bei Wechseljahrebeschwerden und vorbeugend bei Gefäßerkrankungen.

Er gilt als eine der reichsten Nahrungsquellen für pflanzliche Hormone und wächst – zumeist versteckt zwischen anderen Gräsern – auf unseren heimischen Wiesen und Feldern: Der Rotklee (Trifolium pratense) galt schon im Mittelalter als  außergewöhnliche Pflanze.
Seine wohl bekannteste Form ist die des vierblättrigen Kleeblattes. Vermeintlich mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, diente er als Zaubermittel, kam u. a. im „Liebeszauber“ zur Anwendung (2 blättrige Blüten waren ein Zeichen für einen neuen Liebhaber), wurde bei Fruchtbarkeitsriten verwendet, half bei der Erkennung von Hexen, sollte dem Träger Hellsichtigkeit verleihen und gilt bis heute noch als Glücksbringer. Rotklee in Essig angesetzt und in der Wohnung versprenkelt, sollte in alten Zeiten gegen Dämonen und Hexen helfen.

Hildegard von Bingen (1098 – 1179) lobt den Klee als Arznei bei „Verdunkelung der Augen“. Pier Andrea Matthiolus (1501 – 1577), Leibarzt von Erzherzog Ferdinand und später auch von Kaiser Maximilians II, beschreibt den Rotklee in seinem Herbarium als Mittel gegen Durchfall und auch bei Geschwüren. Leonhard Fuchsius (1501 – 1566), einer der Vätern der Botanik, sah Rotklee als einsetzbar im Falle von Weißfluss bei Frauen.

Heute weiß man gesichert: Rotklee gilt als Alternative bei einer Hormonersatz-Therapie. Was das genau heißt, kann man bei den ungesunden Nebenwirkungen von zugeführten Hormonen nur erahnen. Phytoöstrogene schützen – so Naturmediziner – vor hormonabhängigen Krebsarten wie z. B. Brust, Gebärmutter- und Prostatakrebs.

Viele Experten sind der Ansicht, dass eine Hormonersatztherapie, wie sie in der Praxis angewandt wird, nur „statistisch“ betrachtet funktionieren kann. Jede Frau ist anders, mit individuellen Bedürfnissen. Und so reagiert auch jeder Organismus anders auf die Veränderungen in der Menopause. Ein Diabetiker muss erst seinen Blutglucosespiegel bestimmen, um dann die erforderliche Menge des Hormons Insulin zuführen zu können. Er kann nicht einfach die gleiche Menge Insulin spritzen wie am Tag zuvor. Auf die gleiche Weise kann das Defizit an Östrogenen und Gestagenen einer Frau in den Wechseljahren von Tag zu Tag höchst unterschiedlich sein. Zudem zeigt bereits ein geringes Zuviel oder Zuwenig an von außen zugeführten Hormonen Auswirkungen auf den Organismus.

Deshalb wäre eine ideale Hormonersatztherapie nur möglich, wenn die einzelnen Spiegel in kurzen Zeitabständen festgestellt und darauf mit einer entsprechenden Dosierungsanpassung reagiert werden könnte. Doch soweit sind wir nicht und es erscheint fraglich, ob überhaupt Zielwerte festgelegt werden könnten. Schonender gehen Phytohormone mit unseren sensiblen körpereigenen Steuerungsmechanismen um.  

Phytohormone aus Rotklee sind in ihrer Struktur und Wirkweise den Hormonen ähnliche Sekundärhormone, ohne deren Nebenwirkungspotenzial aufzuweisen.

„Zahlreiche internationale Studien belegen die Wirkung der Phytohormone zur Behandlung von Beschwerden in den Wechseljahren zur Vorbeugung der Osteoporose und von Herzkreislauferkrankungen sowie ihre antioxidative Wirkung.“ So Univ.-Prof. Dr. Johannes Huber, Gynäkologische Endokrinologie, AKH Wien, Vorsitzender der österreichischen Bioethikkommission, Hormonexperte: „Die Inzidenz menopausaler Symptome ist bei asiatischen Frauen viel niedriger als etwa in den USA oder Europa“, berichtete Prof. Dr. Johannes Huber von der Universitätsfrauenklinik Wien. Erklärt werden könne dies mit dem hohen Gehalt an Isoflavonen asiatischer Nahrungsmittel wie beispielsweise Soja. „Es lag also nahe, auch in unseren Breiten nach Pflanzen Ausschau zu halten, die einen ähnlich hohen Isoflavongehalt haben. Gestoßen ist man dabei auf den Rotklee, dessen Blätter reich an Isoflavonen sind“, so Huber weiter.  

Dr. Felix Stonek von der Universitätsfrauenklinik Wien berichtete, laut Focus, über die Ergebnisse einer rezenten doppelblinden, randomisierten und placebokontrollierten Studie mit standardisiertem Rotklee-Extrakt: Ausgewählt wurden 63 postmenopausale Frauen ohne Hormonersatztherapie. 46 erhielten das Verum, also den Rotklee, 17 erhielten Placebo.

Die Frauen wurden drei Monate lang behandelt. 84 Prozent der Frauen berichteten über eine signifikante Besserung ihrer Beschwerden, lediglich 14 Prozent erklärten, sie hätten keine Änderung ihrer Symptome bemerkt. Verglichen wurden auch die so genannten „Umsteigerinnen“ mit den „Einsteigerinnen“, also Frauen, die zuvor schon eine Hormontherapie bekommen hatten, mit solchen, die keine solche Therapie gehabt hatten.  

Großteils zufriedene Patientinnen

Von Umsteigerinnen waren über 90 Prozent zufrieden, bei den Einsteigerinnen war die Zufriedenheit mit etwas unter 80 Prozent etwas geringer. Stonek nennt als Erklärung dafür die doch etwas längere Zeitspanne bis zum Einsetzen der Wirkung, die er bei sechs bis acht Wochen ansetzt. Auf die Frage, ob sie den Rotklee weiterempfehlen würden, antworteten 80 Prozent der Befragten mit „ja“, 20 Prozent mit „nein“. Auch die Nebenwirkungsrate war sehr gering, wie Stonek ausführte: „Eine Frau bekam eine allergische Urtikaria, die nicht mit letzter Sicherheit auf den Rotklee zurückzuführen war, eine weitere berichtete über Übelkeit und Erbrechen.“ Der Gynäkologe resümierend: „Rotklee eignet sich hervorragend zur Behandlung klimakterischer Beschwerden in der Menopause oder Postmenopause, als Ergänzung, aber auch als Ersatz zu einer HRT.“  

Isoflavonoide

Isoflavone sind schwach wirksame Phytoöstrogene. Diese Inhaltstoffe des heimischen Rotklees entfalten jene Wirkung, die traditionell mit Hormonersatztherapien erzielt werden, jedoch ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Rotklee weist einen auffallend hohen und vielfältigen Gehalt an Isoflavonen auf. Während in Soja nur zwei Isoflavone enthalten sind und man eine hohe Menge an Sojaprodukten zu sich nehmen müsste, um eine adäquate Wirkung zu erzielen, enthält Rotklee vier Isoflavone, nämlich Genistein, Daidzein, Biochanin A und Formononetin.  

Bekömmlicher als Soja

Rotklee ist etwa bis zu 50-mal stärker als Soja und darüber hinaus besser verträglich. Zum Unterschied von Soja sind die Isoflavone in Rotklee nicht protein-, sondern glycosegebunden und damit besser bioverfügbar und auch bekömmlicher. 

Auch die positiven, protektiven Effekte der Isoflavone gegen Herz-Kreislauferkrankungen, aber auch gegen die Ausbildung einer Osteoporose sind in zahlreichen internationalen Studien nachgewiesen. Rotklee gilt als sicheres Mittel ohne schädliche Nebenwirkungen. Er enthält keine bekannten Anti-Nährstoffe und keine Allergene. Wie die sich mit Rotklee ausführlich befassten Wissenschaftlerinnen betonten, scheinen die protektiven Eigenschaften nur auf die natürliche Zusammensetzung der im Rotklee enthaltenen vier Isoflavonen zurückzuführen zu sein. Unter der Gabe von künstlich isolierten Isoflavon-Kombinationen (zum Beispiel Genistein oder Daidzein) war diese Wirkung nicht nachzuweisen. Rotklee-Produkte sind als Nahrungsergänzungsmittel frei erhältlich. In internationalen Studien konnte eine empfehlenswerte mittlere Tagesdosis von 40 mg ermittelt werden. Darüber hinaus ist die eiweißreiche Futterpflanze in der Küche verwendbare. Dort können sowohl ihre Blüten für Salate wie auch ihre Keimsprossen verwendet werden. Die komplette Pflanze kann – getrocknet - auch als Tee genossen werden.  

Neuere Untersuchungen über Rotklee sprechen von signifikanten Verbesserungen des Hautzustandes (Falten, Akne), wenn Rotklee mindestens über 4 Wochen in hoher Dosierung genommen wird.

Die alte Futterpflanze macht uns sicher nicht jünger, jedoch kann sie helfen, die Gesundheit zu stärken und das allgemeine Wohlbefinden nachhaltig zu verbessern. 

Der Autor Thomas Link (Dipl.-Betriebswirt/FH), Inhaber und Betreiber eines Onlineshops, der seit 2001 Gesundheits- und Wellnessprodukte vertreibt.

Link setzt dabei auch auf persönliche Beratung und nimmt weiterhin auch gerne telefonisch Bestellungen entgegen und kooperiert mit zahlreichen Ärzten, Apothekern, Heilpraktikern und anderen Therapeuten.

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