Leser fragen - Erhard F. Freitag antwortet ! |
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Karin B., aus Berlin fragt: Nach einer 25 jährigen Ehe hab ich eine Beziehung zu einem Mann begonnen der mich mit seiner Eifersucht an den Rand der Verzweiflung bringt. Er beschimpft mich und unterstellt Sachen, wovon man ein eigentlich nur in schlechten Filmen erfährt. Mit tut das keineswegs gut, allerdings sehe ich immer wieder, dass er das wirklich tut, um irgend ein Gefühl bei sich selbst zu bedienen und dass er selbst an seinen Ausrastern leidet. Ich denke, ich könnte ihn retten und hoffe immer wieder auf Änderung. Ich fühle mich selbst dadurch eines Stückes meiner Lebensqualität beraubt und will immer wieder das Gegenteil von etwas beweisen was ich gar nicht tue. Wenn ich mich nicht von ihm weg bewege, ist das Zusammensein interessant für mich: gute Gespräche, guter Sex, körperliche Nähe die ich in dieser Form noch nicht gespürt habe. Ich hab bei mir schon geguckt an allen Ecken, kenne einige Defizite bei mir und kann trotzdem nicht so richtig los lassen. Lieber Erhard, hast du einen Ansatz für mich wo ich bei mir schauen kann? Erhard Freitag antwortet:
Liebe Karin, |
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Regina M., aus Düsseldorf
fragt: Man sagt über mich: Die Regina ist gut und kann zuhören. Das alles ist schön. Aber auch ich habe Probleme, mit denen ich nicht fertig werden kann. Ich berate sehr gerne. Nun, wie ich mein Leben betrachte, muss ich leider feststellen, dass ich meist gegeben und selten bekommen haben. Ich weiß nicht, an was das liegt. Ich glaube, ich kann mein Wissen nicht so gut bewerten. Andererseits fühle ich mich wie ein Bettler, wenn ich um Energieaustausch bitte. Und ich kann nicht mit manchen Situationen umgehen. Wie kann ich mich von diesem Elend befreien? Wenn ich traurig bin, schreibe ich Gedichte. Ich bin in Reiki-Meister-Lehrer-Grad ausgebildet. Jetzt mache ich Heilpraktiker-Ausbildung. Bin seit einem Jahr dabei und male auch ab und zu Öl-Bilder. Das beruhigt mich. Erhard Freitag antwortet:
Liebe Regina, Der Spruch: „Geben ist seliger denn nehmen“ hört sich zwar gut an, aber aus psychologischer Sicht ist er so nicht ganz akzeptabel. In allem sollte Ausgeglichenheit sein, und Sie können nur glücklich sein wenn Sie die gleiche Zuwendung erfahren wie Sie sie anderen geben. Fühlen Sie einmal in sich hinein, geben Sie wirklich anderen die Möglichkeit Ihnen zuzuhören, oder sind Sie enttäuscht wenn Ihr Gegenüber an Ihnen und Ihren Alltagssorgen wenig interessiert ist? Oder kann es sein, dass Sie manchmal unbewusst sogar „Opfer“ sind? Das Sie sich für andere opfern, geben und geben und im laufe der Zeit zu kurz kommen und zu vereinsamen beginnen? Zu Ihrem beruflichen Aufstiegswunsch gratuliere ich von Herzen. Ich finde es gut und sinnvoll, dass Sie sich höher qualifizieren und Heilpraktikerin werden wollen. Sobald Sie in Ihrem Selbstwertgefühl autonomer sein werden, wird Ihr jeweiliges Gegenüber auch mehr an den Besonderheiten Ihrer Person interessiert sein. Affirmieren Sie täglich zwanzig bis fünfzig Mal, langsam und gefühlvoll: „Ich bin eine starke, positive Persönlichkeit, erfolgreich im Beruf und in der Gesellschaft“. Stellen Sie sich bildlich vor, eine starke, liebenswerte und bewusste junge attraktive Frau zu sein. Gesegnet mit einer charismatischen Aura. Diese Arbeit an sich selber wird Ihnen helfen zu jener Persönlichkeit zu werden, als die Sie gedacht sind!
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